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Laufwunder

Krea-Tiefes

30. August 2010 , Geschrieben von Laufwunder

„Wann seid ihr kreativ?“ – so fragte kürzlich der Moderator in einer Weiterbildung die Runde der Zuhörer und warf dem Ersten einen kleinen Ball zu. Jeder gab seine Antwort, die sich in den meisten Fällen zwischen Ausruhen, Musikhören und Sport bewegte. Als der Ball bei mir war, erzählte ich von meinen Erlebnissen mit dem MyPod. Am Ende waren wir uns einig: Wir sind dann kreativ, wenn wir entspannt sind.

Und schon startete die nächste Runde der Diskussion. Es stellte sich heraus, dass alle irgendwie aus Tätigkeitsfeldern kamen, in denen es täglich auf Kreativität ankam. Wie gestaltet man seinen Arbeitstag nun so entspannt, dass man kreativ sein kann? Geht das überhaupt? Laufen, Abruhen, Musikhören während der Arbeitszeit? Hört sich irgendwie theoretisch an, ist aber meiner Meinung nach eines der spannendsten Themen unserer Arbeitswelt. Wir als Läufer wissen doch, wie das geht: Beim entspannten Laufen am Abend entstehen die Lösungen! Heute erst hatte ich wieder so ein Erlebnis. Den ganzen Tag habe ich versucht, einen bestimmten Ablauf zu visualisieren, der nicht richtig funktioniert. Nach einigen weggeworfenen Schmierzetteln gab ich es auf. Vorhin, nach zwanzig Minuten Laufen, stand das gesuchte Bild klar und deutlich in meinem Kopf! Also schnell hingesetzt und es aufgezeichnet. Aber, jetzt ist doch meine Freizeit? Jeden Tag möchte ich die nun auch nicht investieren.

Wie gestaltet man also den kreativen Köpfen eines Unternehmens so viele Freiräume, dass sie ihre kreativen Phasen nutzen können? „Chef, ich denke mal über das Problem nach“, Laufschuhe an und raus? Coole Aussicht! Funktioniert das bei jemandem? Bei mir scheitert es an trivialen Dingen – es gibt keine Dusche im Haus. Aber so ähnlich könnte es sein. „Chef, ich komme heute erst Mittag, ich hab ausgeschlafen, denn bis 2 Uhr habe ich die Funktion xy fertiggestellt“ – so etwas setzt sicher ein erhebliches Grundvertrauen vom Vorgesetzten voraus. Doch wenn es messbare Ergebnisse gibt? Dann ist es doch eigentlich egal, wann diese entstehen! Vertrauen und Freiräume gegen Leistung? Wäre das auszuhalten, wenn die Arbeit plötzlich durchgängig Spaß machen würde? ;-)

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P
<br /> Hallo lieber Holger,<br /> ich habe deinen Artikel gerade erst gelesen und muß dir vollkommen recht geben. Leider wird das bei den meisten Arbeitgebern nicht funktionieren... Aber es gibt einige Manager, die auch laufen<br /> gehen und sich die positiven Kreativitätseffekte zu Nutze machen. Wenn ich z.B. morgens laufe, kann ich anschließend viel konzentrierter arbeiten und schaffe vieles in kürzerer Zeit. Auch diesen<br /> AHA Effekt bei der Lösung eines Problems hatte ich schon.<br /> Schade nur, daß diese Wirkung nur Läufer spüren - Nichtläufer können das kaum verstehen. Deshalb wir deine Vision wohl eher die Ausnahme bleiben.<br /> Viele liebe Grüße<br /> Petra<br /> <br /> <br />
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L
<br /> <br /> Hach die elenden Sesselfur.... :-)) Wenn die wüssten, was man alles aus Mitarbeitern herausholen könnte, wenn man sie einfach nur laufen ließe... Wortspiel? Absicht! :-))<br /> Lieber Gruß an dich!<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />