Meine Yoga-Selbsterfahrung
12.01.2014
Eine Zwischenbilanz nach nunmehr 56 Tagen sieht so aus:
Ich habe tatsächlich jeden Tag Yoga geübt und es ist mir mittlerweile auch ein Bedürfnis geworden. Zwischen 30 und 45 Minuten plus einer Viertelstunde Tiefenentspannung, darauf hat sich das
so eingepegelt. Diese Zeit nehme ich mir wirklich für mich selbst. Das geht und tut mir gut. Ich habe auch verschiedene Anleitungen ausprobiert und auch dabei habe ich jetzt das gefunden,
was gut für mich ist. Mit relativ schnellen Übungsfolgen komme ich nicht gut zurecht. Wenn die Konzentration vorrangig auf dem Ablauf der Bewegungen, der Atmung und der Ausführung liegt,
gibt mir das keine Entspannung. Für mich sind eher die statischen Übungen aus dem Hatha Yoga gut, kombiniert mit Atemübungen und Tiefenentspannung. In eine Haltung hineingehen, drin bleiben,
atmen und spüren, was passiert - das hat einen positiven Effekt bei mir. Mit dem Sport lässt sich das gut kombinieren. Viele der Übungen helfen bei der Dehnung und unterstützen die Beweglichkeit.
Wenn ich mal nicht zum Laufen oder Fitness komme, nehme ich eben entsprechende Yogaübungen. So hat sich nebenbei der Zustand eingestellt, dass ich praktisch jeden Tag etwas für Körper
und Geist tue, je nachdem, wie ich drauf bin. Super Sache.
15.12. - Tag 28
Es ist noch zu früh für den Vier-Wochen-Rückblick, der kommt bald. Endlich wieder zu Hause. Nach einem doch anstrengenden Tag mit viel Autofahren habe ich mich richtig auf meine Stunde Yoga mit
Entspannung gefreut. Irgendwie wird es immer wieder eine Stunde, auch wenn ich mir nur eine halbe vornehme. Es macht keinen Sinn, zu eilen, eine Stunde am Tag gehört eben mir allein.
Warum denn nicht? Ich kann es mir leisten, d.h. ich leiste es mir, weil es mir gut tut.
14.12. - Tag 27
Weihnachtsmarkt-Besuch in Dresden. Man glaubt nicht, wie dringend danach eine Yoga-Enstapannung nötig war :-)
13.12. - Tag 26
Das Seminar war am Mittag zu Ende und ich hatte Zeit, bei herrlichem Sonnenschein einen Lauf durch die Dresdner
Heide zu machen. Am Ende nutzte ich die Yoga-Übungen zum Dehnen und Entspannen. Eigentlich fühlt sich Yoga wie Dehnen mit der Achtsamkeit auf die Atmung an. Ob man nun die spirituelle Komponente
nutzt oder nicht, mir tut sie gut und lässt mich den Alltag loslassen.
12.12. - Tag 25
Nach Lauf, Massage und Sauna hatte ich keine Lust mehr auf Übungen. So zog ich mir eine schöne Meditation rein um am Ende
festzustellen, dass auch dies eine Form von Yoga war, Yoga Nidra nannte sich das. Gut zu wissen, dass es auch so gehen kann.
11.12. - Tag 24
Die Stunde mit dem Lehrer erwies sich diesmal als echt sportlich. Das war auch die allgemeine Meinung in der Gruppe danach.
Viele kraftraubende Übungen, die manchmal so anstrengend waren, dass der Genuss verlorengehen konnte. Aber die Entspannung danach hat er gut zelebriert. Ansonsten muss ich glaube ich aufpassen,
dass ich nicht gleich zu viel will. Ich merke besonders im Rücken die täglichen Übungen. Beweglichkeit kommt sicher nicht in drei Wochen, ich muss mir das immer wieder ins Gedächtnis
zurückholen.
10.12. - Tag 23
Heute habe ich nur eine halbe Stunde Yoga zur Dehnung und Entspannung genutzt, nachdem ich vorher eine Stunde Laufen war.
Und heimlich übe ich den Kopfstand, das lässt mir keine Ruhe. Die Bedingungen im Zimmer sind sehr gut dafür geeignet, mal sehen, was ich diese Woche hinbekomme :-)
09.12. - Tag 22
Im Moment bin ich wieder in Dresden. Im Hotel wird zweimal in der Woche Yoga angeboten. Ich hatte im September dort schon
mitgemacht und war begeistert von dem Lehrer (siehe auch "Vorgeplänkel"). Montags wird die Stunde von einer Yoga-Lehrerin geleitet und ich war gespannt. Zunächst nicht Unbekanntes,
Anfangsentspannung. Mantra-Gesang kannte ich auch von den Videos schon, mit denen ich zu Hause übe. Aber hier traute ich meinen Ohren nicht. Die Frau sang die Mantras selbst! Mit herrlicher
Stimme, minutenlang in einer fremden Sprache. Ich war hin und weg. Die Stunde war wirklich schön. Etwas gelernt habe ich auch. Sie zeigte mir eine Alternative zum Vorwärtsbeugen im
Strecksitz. Hüftsteif wie ich bin, musste ich da den Rücken zwangsläufig krumm machen, aber das soll ja nicht sein. Kurze Korrekur für Leute wie mich: Einfach die Beine beugen und
an den Körper ranziehen. Dann kann die Lendenwirbelsäule beim Vorbeugen gerade bleiben und der Effekt ist der gleiche. Sehr gut.
07./08.12. - Tag 20/21
Gestern habe ich mir die Zeit für eine knappe Stunde mit teilweise neuen Übungen genommen. Immerhin kenne ich von den
meisten jetzt auch schon die Namen und brauche nicht mehr auf das Video zu achten, sondern kann bei mir bleiben. Das sehe ich mal als Fortschritt. Heute war etwas Neues dran: Ich habe mir
eine Dreiviertelstunde spezielles Rücken-Yoga gesucht. Das bedeutete, bekannte Übungen in leichten Variationen besonders für den Rücken. Ich entdecke dabei immer wieder
interessante Sachen, besonders die scheinbar einfachen statischen Übungen, die in die Tiefenmuskulatur gehen. Die gehen in Wirklichkeit ans Eingemachte und sind alles andere als
entspannend. Sollen sie übrigens auch nicht sein, sagt der Meister :-)
Dazu gab es ja am Ende die Tiefenentspannung ... ich flieg mal tiefenentspannt davon ...
05./06.12. - Tag 18/19
Das ist wirklich schön jetzt. Ich habe mir einen kleinen Pool verschiedener Übungsstunden zusammengestellt, die ich je nach
Verfassung machen kann. Gestern zum Beispiel stand die Entspannung im Vordergrund. Heute, nach anderthalb Stunden Kraftausdauertraining habe ich noch eine halbe Stunde Übungen
hintendrangehängt. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass eine gute Erwärmung die Stellungen wesentlich angenehmer macht.
04.12. - Tag 17
Im Moment bin ich stressmäßig ziemlich daneben und nutze (brauche :-)) Yoga zur Entspannung. Dazu habe ich mir eine von der Übungsfolge eher sanfte Übungsstunde ausgesucht, die mit einer Tiefenentspannung abschloss. Allerdings bin ich jetzt todmüde und habe keine Lust mehr, noch für eine Prüfung zu lernen. Merke also: Yoga am Abend macht müde...
03.12. - Tag 16
Beim Training war die Tagesform nicht besonders gut. Um so angenehmer fühlte sich danach die halbe Stunde Yoga an. Immerhin
habe ich heute das erste mal Übungen wie den Schulterstand und den Pflug genießen können, obwohl die beide eher unkomfortabel für mich sind. Bisher waren die eher anstrengend. Wobei, für den
Pflug habe ich mir die Sprossenwand zur Hilfe genommen um die Beine abzulegen. Vom Bilderbuch-Pflug bin ich natürlich meilenweit entfernt, aber gut getan hat es allemal.
02.12. - Tag 15
Heute bestand der Arbeitstag fast nur aus Sitz-Stress und Geistesarbeit, also freute ich mich auf eine ganze Stunde Yoga.
Ich habe das Grundprogramm mit den schönen Entspannungen genommen. Nur an den Stellen, an denen der Meister länger erklärte, habe ich die eine oder andere Übung eingefügt, die ich jetzt schon
mehr kann. Beeindruckend war wieder das Energie-Erlebnis. Besonders der Drehsitz ist für mich die pure Aktivierung. Bei dieser Übung fließt die Energie praktisch durch den ganzen Körper, obwohl
die Haltung selbst ziemlich verquer ist. Und jetzt bin ich wieder schön tiefenentspannt und freue mich auf den Schlaf.
01.12 - Tag 14
Advents-Yoga im Fitness-Studio, eine Stunde Kraftausdauer und dann eine gute halbe Stunde Übungen hintendran. Es ist wirklich ein Unterschied, wenn die Muskulatur schön erwärmt ist, das habe ich bestätigt gefunden. Zum ersten Mal habe ich die "Stellung des Kindes" wirklich als entspannend empfunden. Noch vor einer Woche fand ich sie nur beklemmend und anstrengend. Es tut sich was, mir geht es gut.
30.11. - Tag 13
Am Nachmittag probierte ich ein gut halbstündiges Programm von des Meisters Webseite www.yoga-vidja.de. Es bestand aus einer straffen Folge verschiedener Übungen, die ich schon kannte bzw. leicht mitmachen konnte. Das war sehr sportlich, mir fehlte
allerdings ein bisschen die Besinnung zwischendurch, das Nachfühlen der Wirkung einer Übung auf Körper und Geist. Ich merke es immer wieder, dass ich für mich den Wechsel von Übung und
Zwischenentspannung brauche. Sonst wird das Erlebnis nicht ganz rund.
29.11. - Tag 12
Freitag abend, mein Fitness-Studio-Trainings und -Genuss abend. Zwei Stunden habe ich mich erst mal ausgetobt, Grund gab es
genug. Dann war ich auch gut erwärmt für eine halbe Stunde Yoga. Der Schulterstand geht jetzt richtig gut und auch der eingesprungene Rittberger (oder hieß das Drehsitz?) fiel mir leicht.
Mir fällt nur grade nicht ein, wie die Stellung auf japanisch heißt, ach neee, auf indisch oder so. Wie auch immer, ich hatte meinen Spaß und die Tiefenentspannung in der Sauna.
28.11. - Tag 11
Die Neugier und der Wunsch nach Abwechslung führten mich zu einem anderen Programm, auch vom Meister Sudakev (das hier:
http://www.youtube.com/watch?v=AbtznM8ETT0). Es war "Mittelstufe", was immer das beim Yoga sein mag. Jedenfalls ging es ganz schön zur
Sache und ich hatte zu tun mit dem Tempo. Was mir bei diesem Meister im Vergleich zu den Fitness-Yoga-Ladies in anderen Programmen so gefällt, ist das Verbinden der Übungen mit
Affirmationen. Die Übungsfolge empfand ich dann schon anstregend und bei Kopfstand und Pflug musste ich vorübergehend aussetzen. Kopfstand - ich glaube, meinem Sportlehrer würde heute noch
schlecht bei dem Gedanken an meine früheren Versuche dazu. Aber auch dazu gibt es ein Lernvideo und erste Annhäherungen damit zeigten mir, dass das kein Hexenwerk sein muss. Die komplette Übung
werde ich allerdings mal gefahrlos irgendwo in einer Art Gummizelle testen müssen, mal sehen, was mir dazu einfällt. Für heute jedenfalls bin ich gut bedient.
27.11. - Tag 10
Heute konnte ich besonders die Tiefenentspannung wieder genießen. Irgendwie schwerelos befand ich mich im Raum, ein herrlicher Zustand. Zur Abwechslung reagierte der Körper mal nicht mit Energie in Form von einem warmen Gefühl. Während und nach der Entspannung zogen eine Art Kälteschauer durch, obwohl es warm war im Zimmer. Ist schon irgendwie irre, was da abgeht. Kaum zu glauben, aber zehn Tage sind schon vergangen. Ich fühle mich wirklich wohl und das tägliche Yoga ist mir jetzt schon ein Bedürfnis.
26.11. - Tag 9
Von wegen nur schlecht in der Magengegend, siehe gestern. Das war noch weit untertrieben, wie sich kurz danach
herausstellte. Ich hatte noch richtige Probleme im Magen-Darm-Bereich und lag dann kältezitternd im Bett. War das Yoga bei den inneren Organen angekommen? Der Meister hat ja immer erzählt,
dass diese und jene Übung die Bauchorgane aktiviert, massiert usw. Na, gut, dann habe ich eben eine neue Art Körperreaktion gespürt, die zum Glück heute morgen wieder verschwunden war. Heute
habe ich eine Kurzvariante durchgeführt nach dem Fitnesstraining, das bedeutet, die Übungen aus der Lektion ohne große Pausen dazwischen. Die Entspannung habe ich dann wieder in der Sauna
gemacht. Seeeehr angenehm.
25.11. - Tag 8
Hui, heute morgen hat es hier und da gezwickt. So schnell geht es denn wohl doch nicht mit der Flexibilität.
Schulterblätter und Wirbelsäule gaben spürbar Rückmeldung zu meinem Tun. Was ich immer mehr schätzen lerne, ist, "meine" Stunde genießen zu dürfen. Telefone und sonstiger Störkram sind
weit weg, so komme ich schön zur Ruhe. Mehr als ein Nebeneffekt. Übrigens ist mir eben ein bisschen schlecht in der Magengegend. Wahrscheinlich sollte ich nicht so viel essen vor dem
Yoga. Jetzt ahne ich, wie die Fröhlich "nebenbei" 13 Kilo runterbekommen hat. :-) Das ist aber nicht mein Ziel.
Ansonsten: Freundin, wenn du das liest - los, wieder anfangen... ;-)
24.11. - Tag 7
So, eine Woche am Stück ist rum. Ist etwas festzustellen? Ja. In einige Übungen komme ich jetzt schon besser rein, so ein kleines bisschen Beweglichkeitszunahme scheint da zu sein. Die Chakren-Aktivierung ist mit jedem Tag spürbarer. Meist schon während der Übungen beginnt jetzt der Energiefluss durch den ganzen Körper und löst ein schönes Wärmegefühl aus. Bald werde ich auch zu Hause die Heizung nicht mehr brauchen, schätze ich :-) Eine positive Wirkung auf die Verdauung bemerke ich übrigens auch. Auf jeden Fall werde ich das Programm erst mal so beibehalten, um mögliche Veränderungen bewusst wahrnehmen zu können.
23.11. - Tag 6
Heute war meine Yogastunde schon am Nachmittag. Von Anfang an spürte ich diesmal schon die Energie im Körper und konnte mich voll drauf konzentrieren. Interesant war noch, dass ich mich trotz Abschlussentspannung danach zwar entspannt, aber dennoch angeregt und konzentriert gefühlt habe. Abends bin ich nach dem Yoga dann meistens gleich richtig müde. Ich werde das mal beobachten, wie das so zu unterschiedlichen Zeiten wirkt.
22. 11.13 - Tag 5
Also, die Energie-Geschichte scheint zu stimmen. Auch heute konnte ich mir bis Mittag die Heizung sparen. :-) Am Abend habe ich eine Dreiviertelstunde nach dem Fitnesstraining drangehangen. Freitag abend ist immer schön Ruhe im Studio, das passt. Muss man sich eigentlich Ziele setzen oder so? Ich könnte mir vorstellen, ein bisschen beweglicher zu werden, mal sehen, ob das passiert. Auf jeden Fall werde ich die Übungsfolge erst mal ein paar Wochen beibehalten. Ich habe heute gemerkt, dass ich die schon ziemlich verinnerlicht habe. Ich höre den Meister immer genau dann sprechen, wenn es nötig ist. Ich bleibe gespannt.
21.11.13 – Tag 4
Vorgestern, nach der ersten Runde, hatte ich vormittags ein Gefühl von Hitze im ganzen Körper. Ich habe es einfach erst mal
weggedrückt. Aber heute morgen war es auch wieder da. Ich habe bis Mittag die Heizung im Büro abgestellt und das will was heißen bei mir. Offenbar haben die Übungen wirklich einen aktivierenden
Effekt auf die Chakren. Ich kenne das Gefühl vom Reiki. Ist ja irre.
Am Abend gönnte ich mir wieder das Stundenprogramm. Inzwischen kenne ich die Übungsfolge ganz gut und kann mich zwischendurch immer besser auf die Atmung konzentrieren. In der Tiefenentspannung
am Ende hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, einen Zentimeter über dem Boden zu schweben.
20.11.13 – Tag 3
Erwartungsgemäß war von der gestrigen Kurzvariante nichts mehr zu spüren am nächsten Tag. Heute habe ich mir wieder eine Stunde Zeit genommen und bin nach den Übungen in eine herrliche Entspannung gekommen.
19.11.13 – Tag 2
Der Wecker beendete eine Nacht, in der ich wunderbar fest geschlafen habe. Hier und da waren Muskeln zu spüren, die sonst nicht zu meinem Bewegungsprogramm gehören, aha, da ist also was angekommen. Der Video-Meister hat empfohlen, Yoga möglichst täglich zu machen. Heute habe ich eine Zehn-Minuten-Sequenz an mein Training im Fitnessstudio angeschlossen (http://www.youtube.com/watch?v=i0hBJuCSX6s&list=TLk8HvmV-so3yE0CqrAg3r5gtwkJGjMvA2). Das war nicht weiter auffällig, denn die meisten Übungen gehen auch als Dehnübungen durch. Anders war nur, dass ich diesmal bewusst auf die Atmung geachtet habe. Zwischen zwei Saunagängen machte ich einige Atem-Entspannungsübungen, schickte die Energie hierhin und dorthin im Körper und merkte nur am Rande, wie die Stimmen der anderen Saunabesucher erst undeutlich wurden und dann ganz verschwanden. Irgendein Geräusch ließ plötzlich meinen linken Arm hochschnellen – willkommen zurück, Zeit für den zweiten Saunagang!
18.11.13 - Tag 1
Heute habe ich mich am Abend mit Matte und Video zurückgezogen und diese Stunde genossen. Alles war gut machbar für mich, ich bin gut mit den einfachen Übungen zurechtgekommen. Die letzte Viertelstunde dient der Tiefenentspannung. Stimme und Musik brachten mich wirklich an den Rand des völligen Abgleitens. Herrlich. Nur jetzt bin ich einfach nur müde!
17.11.13
Vorgeplänkel
So, nun ist es soweit. Ich weiß nicht, wie viele Versuche ich unternommen habe, mich dem Thema Yoga zu nähern. Interessiert hat es mich schon immer, so wie all die anderen Dinge zwischen Himmel und Erde, deren Wirkung man nicht mit Formeln erklären kann. Vor einigen Jahren besuchte ich sogar mal einen Kurs bei einer Yogalehrerin. Allerdings war diese gleichzeitig Sportlehrerin und ich fand das keine gute Kombination, denn sie verwendete viele kleine Geräte, die kein Mensch zu Hause hatte und achtete sehr genau auf die Ausführung. Dazu muss man wissen, dass meine Beweglichkeit gut mit der eines Containers vergleichbar ist. Also konnte ich mir ständig Korrekturen in der B-Note anhören. Vielleicht musste das sein, aber ich vermisste komplett den spirituellen, na wenigstens den entspannenden Teil. Also war nach diesem Kurs erst mal Schluss damit und ich kam das erste Mal zu der Erkenntnis, dass Yoga irgendwie nichts für mich ist.
Im Fitnessstudio wird es auch angeboten, aber da schreckt mich schon die Beobachtung der ca. 40 Leute auf engstem Raum ab. Das geht gar nicht für mich.
Ein Schlüsselerlebnis hatte ich dann im September. Im Akademiehotel Dresden wurde an einem Abend Yoga angeboten. Ich habe mich einfach unter die paar Leutchen gemischt und mitgemacht. Geleitet wurde das Ganze von einem jungen Mann. Ich merkte sofort – das passt! Er hat die Übungen vorgemacht und dann immer wieder den Ablauf angesagt und worauf es bei Atmung und Bewegung ankam. Die Ansage war, dass jeder es einfach so ausführen soll, wie er es kann und sich gut fühlt dabei. So kam ich super zurecht und habe mich nach den anderthalb Stunden und vor allem am nächsten Tag absolut wohl und entspannt gefühlt! Das war es, was ich haben wollte. Es musste also etwas geben, das beim Yoga auch positiv wirkt.
Eine Freundin inspirierte mich mit ihren Erfahrungen weiter und erzählte mir auch von Susanne Fröhlichs Buch, in dem diese ihre 100 Tage-Yoga-Erfahrung aufgeschrieben hat. Nun gehöre ich auch zu den Menschen, die gern etwas ausprobieren und dann sehen, was passiert. Thema Selbstexperiment. Also war der Gedanke geboren, einfach mal zu beginnen, ein paar Monate dranzubleiben und mich darauf einzulassen, was da passieren würde. Oder auf das, was ich hoffte, dass es passieren würde. Oder so.
Im Internet suchte ich eine Weile nach einer passenden Anleitung für mich und fand sie auch in Form eines Yogalehrers namens Sudakev. Von diesem gibt es jede Menge Videos bei YouTube und ich suchte mir eine Übungsstunde für Anfänger heraus. Wenn es interessiert: http://www.youtube.com/watch?v=VGIRxfvKMSA.
Ich schaute mir das Video erst einmal nur an. Es war genauso, wie ich es in Dresden kennengelernt habe – alles wird immer wieder ruhig angesagt, der Blickpunkt liegt auf dem Fühlen dessen, was passiert und der Entspannung. Also schnell den Link zu den Favoriten geklickt, die Sportmatte herbeigeholt und den morgigen Abend herbeigesehnt.