Vier Viertel sind auch ein Ganzes
Die letzten Wochen waren läuferisch vor allem geprägt durch aktive Erholung, also Läufe bis maximal 15 km. Ich denke, das war auch ganz gut nach den letzten harten Wochen. Und mittlerweile gibt es auch genug fürs Auge – die Bergwiesen blühen in voller Pracht. Jetzt endlich scheint sich zumindest der Frühling durchgesetzt zu haben. Ein bisschen Abwechslung habe ich zwischenzeitlich auch in mein Programm gebracht, denn in Vorbereitung auf unseren Team-Marathon in Chemnitz habe ich doch den einen oder anderen schnelleren Trainingslauf gemacht. Im Bereich von 5:00er Kilometern und schneller treibe ich mich normalerweise nie rum. Aber warum nicht mal sowas probieren, lange Strecken stehen im Moment nicht an und die Abwechslung tat gut Es hat schon Spaß gemacht zu spüren, wie der Körper darauf „ansprang“. Das schnelle Laufen war interessanterweise überhaupt kein Problem.
Das Laufwunder der besonderen Art fand dann am 05. Juni in Chemnitz statt. Auf einem Rundkurs von 10,5… km wurde der Chemnitzer Marathon ausgetragen. Start und Ziel waren am Rathaus und aufgrund der vielen verschiedenen Wettbewerbe war die Teilnehmerzahl recht hoch und eine gute Stimmung, zumindest im Stadtzentrum. Man konnte 10 km, Halbmarathon und Marathon laufen oder eben die Distanz im Team zu viert oder gar zu acht zurücklegen. Aber so richtig hat das keinen interessiert, so hatte ich den Eindruck. Theoretisch hätte man den Zeitmess-Chip auf der Strecke auch alle 200 Meter weitergeben können. Uns war das jedoch egal.
Wir hatten ein Familien-Team auf die Beine gestellt und haben das „Laufwunder Sachsen/Thüringen“ vollbracht! Wenn man bedenkt, dass mein Bruder vor zwei Monaten noch nicht gewusst hat, dass er zehn Kilometer am Stück laufen kann und dass auch Tina noch ziemlich neu auf den langen Strecken ist – eine starke Leistung! Vor allem die Hitze machte uns zu schaffen. Es waren weit über 20 Grad und ich habe die Marathonläufer echt bedauert, die die Runde viermal laufen mussten. Darum hätte ich mich an diesem Tag nicht gerissen, ehrlich gesagt. Für uns war es jedenfalls genug, wir hatten trotz der Anstrengung Spaß und haben mit berechtigtem Stolz unsere Medaillen und Urkunden mitgenommen!
Nun gibt es nur noch einen Höhepunkt vor dem Urlaub: die Rennsteigstaffel am 19.06.! Darauf freue ich mich jetzt schon!