Über die Runden kommen
Merkt ihr was? Ich fange an, mir die Rundkurse schönzureden. Bis hierhin habe ich diese komplett abgelehnt. Für mich geht nichts über einen Landschaftslauf von A nach B oder von mir aus auch von A nach A, wenn es dazwischen ein bisschen was zu sehen gibt.
Aber ich merke schon, dass manchmal der Zweck die Mittel heiligen muss. Wer schon im Frühjahr Großes vor hat wie zum Beispiel den Rennsteiglauf, der muss eben schon sehr zeitig mit entsprechend langen Trainingsläufen beginnen. Bei uns in der Gegend mit dem ewigen Winter gibt die Natur die Laufstrecken im Wald dafür viel zu spät frei. Also muss ich dorthin, wo etwas geht und das ist nun mal da, wo fleißige Leutchen um diese Jahreszeit Veranstaltungen organisieren.
Und damit sind wir bei den Runden. Ich sehe ja ein, dass man unter Tage keinen Punkt-zu Punkt-Kurs von 42 Kilometer Länge absichern kann. Dafür war es schön warm und trocken, ein paar Stunden Inhalieren inklusive. In Marburg werde ich nächste Woche Gelegenheit haben, den Weg „Rund um die Steinmühle“ fünf Mal zu begutachten, das ist sicher gut geeignet, um sich auch Details einzuprägen. Die Krönung wird dann sicher der 6-Stunden-Lauf von Fürth auf einer 1,3 km-Runde sein, mal sehen, was mir dazu einfällt.
Immerhin – ein Rundkurs gibt mir als Freizeitläufer auch mal die Chance, die Sieger eines Rennens zu sehen, das hat doch auch was! Ich glaube, den Gewinner von Merkers habe ich drei Mal zu sehen bekommen, so oft hat der mich wenigstens überrundet bei einer Zielzeit von unter drei Stunden! Also, irgendwie werde ich schon über die Runden kommen in den nächsten Wochen. Aber eigentlich … siehe oben ;-)