Mehr als eine Laufveranstaltung
Es ist eine besondere Idee, dieser „Welt-Down-Syndrom-Tag-Marathon“. Es geht um das gemeinsame Sporttreiben von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Die Initiatorin, Anita Kinle, ist selbst Mutter eines Jungen mit dem sogenannten „Down Syndrom“, einer genetisch bedingten Form geistiger Behinderung. Menschen mit dieser Einschränkung sind besonders in jüngeren Jahren gut förderbar, besonders wenn sie in die Gemeinschaft mit Nichtbehinderten integriert sind. Es liegt also nahe, dass sich gemeinsames Sporttreiben dazu besonders gut eignet. Anita hat dazu einen eigenen Verein ins Leben gerufen, den „Laufclub 21 Down Syndrom Marathon-Staffel e.V.“, wobei die 21 für den Begriff „Trisomie 21“ steht, das ist der medizinische Begriff für die Störung. Die engagierte Läuferin und Organisatorin hat bereits vor dem Lauf den Ritterschlag für diese Initiative erhalten – sie wurde vom Läuferportal marathon4you.de zum „Marathon Hero 2010“ gekürt. Das gemeinsame Laufen von behinderten und nichtbehinderten Läufern, das war der große Hintergrund der Veranstaltung. Ich muss sagen, es war beeindruckend zu erleben, wie die Männer und Frauen mit dem Down Syndrom hier mitgemacht haben! Sehr oft sind sie auch sichtbar körperlich eingeschränkt und das Laufen ist nicht einfach für sie. Doch sie waren in die Staffeln integriert und weitestgehend durch nichtbehinderte Läufer begleitet. Der Teamgeist war spürbar und nach meinem Erleben hatten alle durchgängig Spaß. Meinen größten Respekt vor Anita und ihren Helfern, eine solche Veranstaltung mit diesem Anliegen auf die Beine bekommen zu haben! Schaut einfach mal hinter die Links. Dort sind wunderschöne Fotos zu sehen, die die Stimmung sehr gut rüberbringen. Den Lauf wird es übrigens im nächsten Jahr wieder geben!
Fotos bei RunnersWorld
Fotos bei Marathon4you