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Laufwunder

Laufwunder und "Lessons learned"

11. Mai 2010 , Geschrieben von Laufwunder

Nun lasst mich mal mit dem neudeutschen Begriff protzen J Seit ich den bei einer Weiterbildung kennengelernt habe, konnte ich ihn noch nie sinnvoll verwenden. Aber jetzt, mit zwei Tagen Abstand zum größten  Laufwunder aller Zeiten, will ich meine Erkenntnisse schnell aufschreiben. Vielleicht brauche ich sie ja in absehbarer Zeit wieder ;-)

 

Das Training

Die Umstände anfangs des Jahres waren ja nicht gerade optimal. Der ewige Winter und dann der Rennsteiglauf so früh wie nie. Dadurch drängten sich die langen Läufe nach dem Muster 2*30 und 42-50-42 auf sechs Wochen zusammen. Danach waren es nur noch zwei Wochen bis zum Lauf. Also relativ wenige lange Trainings und wahrscheinlich keine optimale Regeneration vor dem Rennsteig. Dafür lief es aber ganz gut. Zum Glück kann ich mein Leistungsvermögen ziemlich genau einschätzen und weiß, was geht und was nicht. Nächstes Jahr könnte ich die Vorbereitung dann anders gestalten. Möglicherweise ist der Etappenlauf im April eine bessere Variante. Leider war er in diesem Jahr genau zum Zeitpunkt von Mnisek. Dieser Lauf hätte mir dann wieder fürs ECU-Shirt gefehlt. Man kann sich eben nicht teilen, aber eine Option für 2011 ist es auf jeden Fall.

 

Der Kopf

Der Streckenkarte nach hatte ich mir drei Etappen für den Kopf „zurechtgelegt“: Eisenach-Inselsberg, Inselsberg-Oberhof, Oberhof-Schmiedefeld. Nach dem Erlebnis Sperrhügel würde ich diese Etappe nochmal teilen: Inselsberg-Neue Ausspanne, Neue Ausspanne-Oberhof. Das gibt Gelegenheit, vor dem Sperrhügel nochmal einen „mentalen Pflock“ einzuschlagen. Dann ist der Kopf frei für die nächste Anstrengung. Probier ich aus.

 

Die Ernährung

Das hat genau gepasst. Die Verpflegungsstellen waren meist auf den „5er“ Kilometern, also ungefähr bei 15-25-35…, die Getränkestellen auf den runden Kilometern. Das passte zu meinem gewohnten „Gel-Plan“ aller 10 Kilometer. Also Essen an den Verpflegungsständen, Gel an den Getränkepunkten. Der Spruch vom „Lauf den man hungrig beginnt und satt beendet“, traf voll zu. So stand es in einem Forum und ich kann das bestätigen.

 

„Machst du das nächstes Jahr wieder?“

Diese Frage hörte ich oft. Am Sonntag habe ich sie mit einem vorsichtigen J-A beantwortet. Heute sage ich auf jeden Fall JAAAAA! Gesundheit vorausgesetzt, probier ich alle lessons aus, die ich in diesem Jahr gelearnt habe J Hatte jemand was anderes erwartet?

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