Erstaunlich - für wen?
„Besonders erstaunlich ist der Anstieg der Teilnehmerzahl beim Supermarathon“ – so las ich es heute in einem Artikel unseres Heimatblatts zum bevorstehenden Rennsteiglauf. Ich meine, erstaunlich ist das vielleicht für denjenigen, der die Szene der Freizeitläufer eher aus der Distanz betrachtet.
Für mich stellt sich hier eine Logik dar. Der Altersschnitt in unserem Lande wächst und das sieht man natürlich auch in den Starterfeldern bei den Läufen. Meine interessante Beobachtung ist dabei: Je länger der Lauf, desto älter die Läufer. Natürlich nur, was die Zahl der Lebensjahre betrifft ;-) Aber auch das hat seinen Grund. Ich weiß, dass viele Läuferinnen und Läufer in meinem Alter, also die Fünfzig vor der Nase, über neue Herausforderungen nachdenken. Wir sind jede Menge Marathons gelaufen, wissen, wie das geht und spüren, dass es noch etwas Neues geben sollte.
Also was tun? Marathon schneller laufen? Das setzt härteres und umfangreicheres Training voraus. Mein Ziel ist das zumindest nicht, auch aus Erfahrungen der Vergangenheit heraus. Oder eben im Genussbereich bleiben und hin und wieder den Genuss verlängern? Das schon eher. Womit wir bei Strecken jenseits des Marathons sind. Ich hatte das für mich schon im letzten Jahr beschlossen, habe mich mal an einem 50er probiert und Spaß gehabt. So kann es also gehen. Beim Rennsteiglauf werde ich diesmal auch zu der „erstaunlichen“ Anzahl an neuen Teilnehmern auf der Supermarathonstrecke zählen. Und für mich ist das nicht erstaunlich, siehe oben. Ich freue mich einfach auf dieses Abenteuer. Aber der Reihe nach. Morgen geht es erst mal nach Mnisek.