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Laufwunder

Genuss

3. Mai 2009 , Geschrieben von Laufwunder

Nach einer ereignisreichen Woche mit viel Arbeit bis zum gestrigen Abend habe ich mich schon richtig auf den heute geplanten Lauf gefreut. Es ist sicher schon ein Jahr her, als ich am Ausgangspunkt vieler meiner Laufstrecken eine Schautafel entdeckt habe, die einen neu ausgeschriebenen 25 Kilometer langen Rundwanderweg durch das wunderschöne Vessertal beschrieb. Und genauso alt ist natürlich mein Gedanke, diesen Weg mal komplett abzulaufen. Aber irgendwie hatte sich das noch nie ergeben.

Heute war es endlich so weit. Einen langen Lauf vor dem Rennsteig wollte ich sowieso noch machen. Nora gefiel die Idee auch und so sind wir schon kurz vor acht Uhr auf der Piste gewesen. Die Strecke spielte sich zwischen 865 Höhenmetern am höchsten Punkt und ca. 400 m am tiefsten Punkt ab. Unser Ausgangspunkt lag so, dass wir zuerst trotz Sonnenschein leicht fröstelnd 6 km bergan liefen bis zum Adlersberg. Dort war eigentlich nur der Berner Sennenhund des Hüttenwirts wach, ansonsten himmlische Ruhe auf diesem herrlichen Berg. Über das Stutenhaus und den Reiterhof führte die Strecke dann die nächsten 9 Kilometer durch das Vessertal fast ausschließlich bergab bis nach Breitenbach. Am Ortsrand bog der Weg dann zurück Richtung Vesser ab.

Es begann das, was ich auf der Landkarte schon ausgemacht hatte: Ab hier ging es bis zum Ziel in Vesser stetig bergauf, also zehn Kilometer Anstieg am Stück. Allerdings führt dieser Weg durch ein wildromantisches Stück Natur, das jede Antrengung wert ist. Ihr wisst vielleicht, dass das gesamte Vessertal UNESCO-Biosphärenreservat ist. Nach einigen Kilometern kommt man in die sogenannte Kernzone. Das ist ein Teil des unteren Vessertals, der praktisch Urwaldcharakter trägt. Die Natur bleibt, wie sie ist und das ist einfach phantastisch. Wir kamen an einer alten Naturschanzen-Anlage entlang. Den Kennern ist sie als Walter-Ulbricht-Schanze bekannt, auf der früher auch hochrangige Wettkämpfe stattfanden. Wenn mich nicht alles täuscht, liegt der ewige Schanzenrekord um die 90 Meter. Leider ist dieser Schanze ihre abgelegene Lage tief im Wald praktisch ohne Anfahrtsmöglichkeit irgendwann zum Verhängnis geworden und sie wächst jetzt langsam zu.

Für Nora und mich begann der steile Anstieg nach Vesser, das härteste Stück unseres Laufes. Nach einer abschließenden Runde über den Grillplatz ging es hinauf zum Ziel am Schaubergwerk "Schwarzer Crux". Nach exakt 25,6 Kilometern hatten wir einen wunderschönen Vormittag erlebt und fuhren mit dem Gefühl nach Hause, der Rennsteig-Form wieder ein Stück näher gekommen zu sein. Übrigens: Wen ich mit der Strecke neugierig gemacht habe, findet hier nähere Informationen. Die Nachahmung, auch als Wanderung, kann ich nur empfehlen! Vielleicht macht euch das Bildchen schon ein bisschen Lust darauf.


Genüsse der ganz anderen Art warteten übrigens zu Hause - der erste hieß Spargel mit Soßhollandähs ;-) oder so und Schnitzel - hmmmmmmm. Danke liebe Manu :-)

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K
Och Holger,ich wär auch gern dabei gewesen. Klingt richtig schön erholsam. Da kann der Geist mal entspannt abschalten. <br /> Tschaui dann bis bald, Katrin
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L
<br /> Hab Geduld, es sind keine 14 Tage mehr, dann hast du das alles live  Liebe Grüße vom Holger<br /> <br /> <br />
P
Ach, lieber Holger,<br /> ich wollt ich wäre dabeigewesen! Das Vessertal ist sooooooooo schön! Da hattet ihr einen so tollen Laufe - ich bin ein wenig neidisch.... <br /> Ich habe an diesem Wochenende keinen langen Lauf mehr gemacht. Gestern waren es 14,5km und heute 8,5km - zusammen ist das auch ein langer Lauf... *grins* Ich fühle mich trotzdem gut vorbereitet auf den Rennsteig.<br /> Liebe Grüße<br /> Petra
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