Versuch, mit Weisheit umzugehen
Nach den jüngsten Abenteuern war ich drauf und dran, mich umzubenennen in „wundert-sich-über-gar-nichts-mehr“ oder so. Vielleicht entdeckte ich gerade deshalb ausgerechnet heute eine der Weisheiten Albert Einsteins:
„Wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, ist seelisch bereits tot.“
War das ein Wink? Zufälle gibt es in meiner Welt jedenfalls nicht. Also versuche ich mal herauszubekommen, was der Spruch für Läufer bedeuten könnte. Was tun wir nicht alles bei unserem Sport? Trainieren nach mehr oder weniger ernsthaften Plänen, schneller laufen, täglich laufen, die Strecke steigern von der Runde um den Block hin zum Ultra, noch höhere Berge bezwingen, noch unwegsamere Trails queren, bei Tag, bei Nacht, in der Wüste, in der Arktis …
Ich ertappe mich ja auch gerade bei solchen Vorhaben. Sollten wir lieber auch darüber nachdenken, ob wir eventuell maßlos werden? Können wir noch einfach genießen? Ist das Außergewöhnliche etwa schon selbstverständlich geworden? Dreht sich auch bei uns schon die Schraube der Gier? Ein interessanter Faden, denke ich, den man weiterspinnen könnte. Für mich wird der Spruch Anlass sein, mich immer mal wieder auf den Boden zurück zu holen. Nichts als gegeben zu betrachten und alles Schöne, was ich entdecke, durchaus auch mit Ehrfurcht zu bewundern. So gesehen, passt der Name doch noch ;-)