Tini jookseb Tallinas
Was sagt euch das? Nicht viel, vermute ich, es sei denn, ihr könnt estnisch. Dabei ist es ganz einfach: Tina läuft in Tallinn. Unser Nachwuchs-Laufwunder verbringt zur Zeit mehrere Monate in Estland, genauer gesagt, in dessen Hauptstadt Tallinn.
Als ich einmal im Internet gesucht habe, was dort so los ist, fiel mir ein wichtiger Termin ins Auge: der 12. September. Da gibt es doch tatsächlich einen Marathon in Tallinn! Für mich leider nicht erreichbar, denn wir werden erst im Oktober die Stadt besuchen. Aber eine 10 km-Strecke war auch ausgeschrieben und das war zumindest was für Tina. Ich stellte großzügig das Sponsoring des Startgeldes in Aussicht und war gespannt, ob sie sich traut. Und siehe da, in dieser Woche kam eine Mail mit der Meldebestätigung und dem Text „So Vati, nun überweise mal die Startgebühr“. Hab ich natürlich gern gemacht und forderte im Gegenzug Bericht und Fotos an.
Schmunzelnd stellte ich fest, dass sie sich ganz landestypisch als „Tini“ in die Startliste eingetragen hat. Nun war ich nur noch drauf gespannt, welche ihrer geschätzten dreihundert Mützen sie für den Lauf auswählen würde. Am Nachmittag schaute ich gleich in die Ergebnisliste und sah, dass sie sehr gut über die Runde gekommen war. Nebenbei hat sie auch die Erfahrung gemacht, dass man eine Fleece-Mütze wirklich nur im Winter zum Laufen braucht. Also, eine ebenso sportliche wie lehrreiche Veranstaltung, dieser Stadtlauf in Tallinn. ;-)
Nun hat Tina den Familien-Rekord inne, was den am weitesten von zu Hause entfernten Lauf betrifft. Irgendwie muss ich da was tun. Wie weit ist nochmal Chicago?