Täglich Laufwunder?
Fast unbemerkt sind heute genau fünfzig Tage vergangen, seitdem ich am 29.09. meine kleine Täglich-Lauf-Serie gestartet habe. Das Wort vom Streak nehme ich bewusst noch nicht in den Mund, das verbietet mir noch ein bisschen die Ehrfurcht vor den Freunden, die das schon Monate oder Jahre durchhalten. Nach hundert Tagen zähle ich mich dann auch dazu, hab ich beschlossen ;-) Eigentlich hätte das kleine Ereignis einen schöneren Lauf verdient, aber heute war Fitness-Studio angesagt und dort mache ich den Mini-Täglich-Lauf eben auf dem Band. Ein Kompromiss, denn mit der frischen Luft ist das natürlich nicht zu vergleichen.
Ein kleines Zwischenfazit ist mir dieser Tag schon wert. Also, geschadet hat mir die Dauer-Dauerlauferei nicht, soviel steht fest. Ein Zwang ist daraus auch nicht entstanden, das war ja meine größte Furcht. Rein körperlich bemerke ich, dass ich nachts besser schlafe. Das hat ja auch was. Da unter der Woche meine Laufzeit immer der Abend ist, habe ich ein kleines Ritual entwickelt, an das ich mich schon gewöhnt habe: Ungefähr eine halbe Stunde langsam laufen, dann schön duschen (ich bin und bleibe Warmduscher und stehe dazu ;-). Genussvolles Stretching, einige Yogaübungen dazu und dann noch ein paar Minuten einfach in den Körper hinein hören und wohlfühlen. Das ist die volle Entspannung! Und das ist MEINE Zeit, die ich für mich habe und die mir wertvoll ist. Mittlerweile ist es wirklich so, dass ich mich tagsüber schon auf diese Stunde freue und beim Anblick des einen oder anderen verkniffenen Gesichtes auf der Arbeit in mich hineinlachen kann. Diese armen verkrampften Leute haben das nicht, ätsch! Ein schönes Gefühl! Für mich.
Also, der Selbstversuch läuft weiter, doch ich glaube, die Tendenz geht vom Täglich-Lauf-Wunder zur Täglich-Lauf-Normalität. Wie war das noch mal? Die Frage lautet, nicht "ob", sondern "wann" ich Zeit zum Laufen habe? Erstaunlicherweise denke ich wirklich schon so. Was ist das nur? ;-)