Ruhe-Zeichen
Eigentlich hatte ich mir ja Ende November noch den Advent-Wald-Marathon in Bad Arolsen vorgenommen. Nach der Mistwetter-und-Null-Sicht-Premiere im letzten Jahr wollte ich den Lauf als Saisonabschluss entspannt genießen. Doch leider musste ich erfahren, dass er in diesem Jahr gar nicht stattfinden kann!
Der rührige Organisator Heinrich Kuhaupt, musste angesichts „unüberwindlicher Schwierigkeiten, die ohne kommunale Unterstützung nicht zu bewältigen sind““ (so steht es auf der Webseite) das Handtuch werfen! Heinrich, ein wahrer Laufwunder-Veteran von Mitte Siebzig, kann einem leidtun. Ich habe im letzten Jahr erlebt, mit welcher Liebe er und seine Frau diesen Lauf organisieren und möchte wissen, wer da unlösbare Hürden aufgebaut hat! Ich hoffe sehr, dass diese Probleme überwunden werden können und er im nächsten Jahr noch Lust und Kraft hat, einen neuen Wald-Marathon zu organisieren.
Angesichts dieser Nachricht hörte ich allerdings auch das Zeichen an mich heraus. Einen gewissen körperlichen Verschleiß hatte ich ja schon auf der Schwäbischen Alb bemerkt. Also ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn ich das Programm langsam runterfahre. Immerhin habe ich in den letzten sieben Monaten sieben Läufe über Marathon und mehr gemacht, so viele wie noch nie zuvor. Niemals am Limit, aber der Körper signalisiert schon, dass es nun mit den langen Läufen reichen sollte. Also gut, dann werde ich am kommenden Samstag in Sondershausen nochmal ein Stündchen Salzluft schnuppern und mich dann zum Winterschlaf zurückziehen, zumindest, was Wettkämpfe betrifft.