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Laufwunder

Gipfel-Hopping "900 plus"

29. September 2013 , Geschrieben von Holger

Nachdem ich letztes Wochenende schon mal einen dreistündigen Wald- und Wiesen-Trail gemacht habe, hatte ich heute auch wieder etwas Besonderes vor. Schon lange geisterte die Idee von einem Gipfellauf durch meinen Kopf. Angesichts des herrlichen Wetters gab es also kein Halten mehr. Standesgemäß startete ich am offiziellen Beginn des Gipfelwanderweges – dem Skistadion in Goldlauter-Heidersbach. Praktischerweise hatte ich da auch schon eine nette Ausgangshöhe von 740 Metern. Schaut euch am Besten das Album dazu an. 

Nach rund drei Kilometern bergauf war der erste Gipfel erreicht. Ich stand auf dem 900 Meter hohen Dietzen-Lorenz-Stein und nahm mir kurz Zeit für die herrliche Aussicht. Über die Suhler Ausspanne ging es Richtung Großer Beerberg, immerhin der höchste Berg des Thüringer Waldes (nicht der gefakte Schneekopf, nein). Der Beerberg steht zwar nicht in der offiziellen Gipfelliste, weil Naturschutzgebiet, aber ich nahm in an Stelle des langweiligen Rosenkopfes. Bei frischem Wind und herrlichem Sonnenschein näherte ich mich nun dem Schneekopf.

Nach knapp acht zurückgelegten Kilometern stand ich auf dem Gipfel und bekam im Wind kaum die Augen auf. Immerhin registrierte ich jede Menge Wanderer. Abwärts ging es nun über Stock und Stein zur Teufelskanzel. Einen netten Platz mit schöner Aussicht in Richtung Norden hatte sich der Gehörnte da ausgesucht! Gute vier Kilometer sollten es nun zum nächsten Gipfel sein, dem Sachsenstein. Der Weg führte über Stock und Stein, vorbei an der Güldenen Brücke, über Wurzeln und Baumstämme – immer im lustigen Bergauf und Bergab, aber tendenziell natürlich immer nach oben. 

Der Sachsenstein, für mich als gebürtigen Sachsen praktisch der Heimatberg. Dreizehn Kilometer waren zurückgelegt. Ich nahm mir die Zeit für einen kurzen Umweg und entdeckte eine Stelle mit wunderschöner Sicht zur Schmücke. Genau – zur Schmücke führte der nächste Abschnitt und unterhalb der Suhler Hütte begann der Aufstieg zu Gipfel Nummer fünf – dem Fichtenkopf, übrigens meinem Lieblingsberg. Schön versteckt, dass der unaufmerksame Wanderer den Einstieg übersieht. Und nicht ohne Anstrengung zu erreichen. Ich verweilte kurz am Gipfelkreuz und genoss diesmal die Sicht nach Süden.

Sechzehn Kilometer waren geschafft. Ich kraxelte den Berg hinab und machte mich auf den Weg zum Großen Finsterberg. Es war übrigens schön zu sehen, wie viele Familien mit Kindern beim Wandern unterwegs waren. Vielleicht täusche ich mich, aber ich glaube, das ist wieder im Trend. Der Aufstieg zum Finsterberg zog sich ziemlich hin. Immerhin hatte ich jetzt schon zwanzig Kilometer in den Beinen und hatte es hinbekommen, jeden Gipfelaufstieg ohne Gehpause hinzubekommen. Also, Haken dran an den vorletzten Berg.

Nun fehlte nur noch einer – der Eisenberg. Auf dem Weg dorthin musste ich von den Kreuzwegen (auch Bierfleck genannt, wegen dem letzten Verpflegungspunkt beim Rennsteiglauf ;-) einen langen Anstieg nehmen. Ich wusste, dass ganz oben die Liftbaude steht und quälte mich nun wirklich bergan. Blöderweise hatte ich immer das Bild eines frisch gezapften Bieres vor Augen. Das hat es nicht einfacher gemacht. Aber der Weg bog vorher ab und gleich darauf stand ich auf dem letzten der Gipfel. Geschafft! Alle 900er im Umkreis überquert! Ein bisschen war nun auch die Luft raus bei mir. 23 km heftiges Profil, eigentlich war es genug. Nur eine Kleinigkeit fehlte noch – der Heimweg. Und der hielt nochmal sieben Kilometer für mich bereit. Ich gebe zu, dass ich nun nicht mehr zu Höchstleitungen motiviert war und trödelte vor mich hin. Erst in der Badewanne setzte sich langsam die Erkenntnis durch, etwas Besonderes geschafft zu haben. Ein herrliches Gefühl.

 

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J
Geil, ich hatte auch überlegt, das WE so etwas ähnliches zu laufen. Hätte dann aber doch keine Zeit gehabt, deshalb blieb ich in der näheren Umgebung.
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H
<br /> <br /> Das Schicke ist: Das IST meine nähere Umgebung :-)<br /> Grüße! Holger<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />