Bewegung mal anders
Die vergangene Woche hatte es in sich, allerdings nicht gerade läuferisch. Wir verbachten zunächst einige Tage bei Tini im „hohen estnischen Norden“, genauer gesagt, in Tallinn und Umgebung. Danach haben wir uns auch noch Riga angeschaut. Also die klassische Sightseeing-Tour, die auf ihre Art anstrengend war. Wir waren von jeden Tag von früh bis spät unterwegs und das größtenteils zu Fuß. Ich möchte hier keinen Reisebericht schreiben, aber soviel sei erwähnt: Insbesondere einer Reise nach Estland lohnt sich allemal! Die schöne Altstadt Tallinns hat man an einem Tag erkundet. Wenn man sich dann ein Auto nimmt und aus der Stadt heraus fährt, ist man im Nu in einer nur dünn besiedelten Gegend mit endlosen Wäldern eingetaucht. Wer die Ruhe sucht, wird hier spätestens fündig! Ansonsten ist auch in Tallinn das angekommen, was wir „Europa“ nennen - Einkaufszentren in der Stadt und auf der grünen Wiese mit dem gleichen Angebot wie auch bei uns. Moderne Infrastruktur überall, angefangen von den Straßen bis hin zum flächendeckenden Wireless-Internet. Der Euro als Währung wirft ebenfalls seine Schatten voraus. Also, durchaus eine Empfehlung, wenn es mal nicht eines der etablierten Reiseziele sein soll.
Nach dieser Woche juckte mich natürlich heute besonders das Läufer-Fell. Kurzerhand bin ich mal schnell zwanzig Kilometer gelaufen und zwar wirklich ziemlich schnell. Irgendwie hatte ich doch noch einen Bewegungsstau und ich bin einfach losgerannt, gerannt, gerannt, gerannt. Den Rest habe ich mir dann nachmittags noch im Fitnessstudio gegeben und dann in der Sauna abgehangen. Danach war dieser Teil der Welt wieder in Ordnung und ich wieder ich. Nun ist es nur noch eine kleine Woche und dann kommt der letzte Höhepunkt in diesem Jahr – der Lauf auf der Schwäbischen Alb.