Gedanken-Nachlese, die erste
Mit ein wenig Abstand zur großen Berlin-Party fallen mir noch so viele Dinge ein. Als erstes ein Riesendankeschön an meine Manu, die meine verrückten Vorhaben immer unterstützt, aber auch darauf achtet, dass ich es nicht übertreibe. Aber sie weiß es ja längst – nach dem Marathon ist vor dem M… So isser eben ;-).
Dann habe ich natürlich seit gestern auch mein Umfeld beobachtet. Die meisten Leutchen, denen ich täglich so begegne wissen, was ich in meiner Freizeit tue. Sie wussten auch, wo ich am Sonntag war und wie ich mich drauf gefreut hatte. Interessant nur die Reaktionen, die sich zwischen Glückwünschen, echtem Interesse und leider auch völliger Ignoranz bewegten. Vor allem Letzteres hat mich irritiert. Ich war noch so von diesem Ereignis beeindruckt, ich hätte gern meine Freude weitergegeben. Stattdessen launeverderbendes Gemuffel. Was wird mir da nicht gegönnt? Meine Leistung? Jeder kann etwas leisten, worauf er stolz sein kann! Der eine läuft eben Marathon, der andere fertigt tolle Kunstwerke. Kann man sich nicht auch an etwas freuen, was andere vollbracht haben? Sorry, ich wusste nicht, dass das menschliche Zusammenleben schon auf dieser Ebene angekommen ist. Dass man berufliche Erfolge neidet, kenne ich schon. Den Bezug auf die Freizeit noch nicht. Arme Menschen! Ich glaube, ich muss mich da einfach mehr distanzieren, sonst lasse ich mich noch runterziehen. Erst kürzlich las ich eine entsprechende Weisheit: Umgib dich nur mit Menschen, die dir gut tun und sei zum Rest unverbindlich freundlich. Da ist was dran, denke ich. Aber schade ist es doch.