Spaß- und sonstige Bremsen
Menno, meine Knochen! Der Run am letzten Wochenende beschäftigt mich immer noch, ich gebs ja zu. Viel zu kalt und viel zu schnell. Der gestrige Laufband-Lauf (bei wunderschönem Schneetreiben draussen übrigens) war das volle Fiasko - jeder Schritt hämmerte durch den ganzen Körper, ich habs echt nach 20 Minuten aufgegeben und mich in der Sauna nach dem Koala-Prinzip getröstet - faul abhängen ;-)
Aaaaber am Wochenende soll ja nun alles besser werden und der Schnee verschwinden ... sagt man...
Eigentlich wollte ich was ganz anderes schreiben, aber das musste erst mal raus.
Doch nun hört zu: Ich will euch von einer netten Lauffreundin erzählen, die hat ein echtes Problem. Sie würde ja so gerne wieder mit dem Laufen beginnen. Zehn Kilometer hat sie letztes Jahr schon in einer Stunde geschafft. Die Laufsachen liegen bereit, sie braucht sie nur anzuziehen. Die Strecke ist vor der Haustür, abends ist es auch länger hell - beste Voraussetzungen also. Nun komme ich Nervensäge noch dazu und frage sie fast jede Woche: "Und, warste schon laufen?" Die Antwort ist immer die gleiche: "Nein, ich weiß ja, dass ich mein Pensum nicht schaffe!" - "Lauf doch einfach mal los" - "Nein dann ärgere ich mich, weil ich mein Pensum nicht schaffe" ... so läuft der Dialog. Kennt ihr das Buch von Watzlawick - "Anleitung zum Unglücklichsein"? Der könnte glatt ein neues Kapitel mit diesem Stoff schreiben. Besser kann man sich nicht unglücklich machen, das ist schon fortgeschrittene Kunst. Man kann sich da wunderschön reinsteigern und am Ende kloppt man die Laufschuhe in die Tonne weil man ja eh sein Pensum ... siehe oben...
Allerdings - wer meine Geschichten kennt weiß, dass diese Gedankenspirale so weit nicht hergeholt ist.
Was tun? Fragt euch doch bitte mal - wer braucht ein Pensum??? Cierpinski hat eins gebraucht, der wollte die beiden Olympiamedaillen, okay. Wer sich eine bestimmte ansprechende Leistung vorgenommen hat, der muss sich ebenfalls kümmern. Aber wir als Freizeitläufer, die die frische Luft genießen oder eine Weile nicht so aktiv waren? Wer verpflichtet uns wozu? Niemand zu nichts!
Was sage ich meiner Kollegin nun? Rein in die Klamotten und raus! Winke den Nachbarn hinter der Fensterscheibe freundlich zu! Nimm von deinen Laufstrecken die kürzeste! Vergiss die Uhr oder irgendwelchen Pulsmess-Kilometerzähl-Quatsch! Laufe los, so langsam du kannst! Genieße die frische Luft, spüre, wie sich der Körper mit Sauerstoff vollsaugt! Langsam wird die Muskulatur warm und du kommst in den Spaßbereich. Vielleicht läufst du später unbewusst sogar ein bisschen schneller. Irgendwann ist deine kleine Runde zu Ende. Freue dich einfach drüber, dass dir der Start gelungen ist und lasse den Stolz darüber auch zu! Du hast allen Grund, denn jetzt gehörst du wieder dazu ;-)
Aaaaber am Wochenende soll ja nun alles besser werden und der Schnee verschwinden ... sagt man...
Eigentlich wollte ich was ganz anderes schreiben, aber das musste erst mal raus.
Doch nun hört zu: Ich will euch von einer netten Lauffreundin erzählen, die hat ein echtes Problem. Sie würde ja so gerne wieder mit dem Laufen beginnen. Zehn Kilometer hat sie letztes Jahr schon in einer Stunde geschafft. Die Laufsachen liegen bereit, sie braucht sie nur anzuziehen. Die Strecke ist vor der Haustür, abends ist es auch länger hell - beste Voraussetzungen also. Nun komme ich Nervensäge noch dazu und frage sie fast jede Woche: "Und, warste schon laufen?" Die Antwort ist immer die gleiche: "Nein, ich weiß ja, dass ich mein Pensum nicht schaffe!" - "Lauf doch einfach mal los" - "Nein dann ärgere ich mich, weil ich mein Pensum nicht schaffe" ... so läuft der Dialog. Kennt ihr das Buch von Watzlawick - "Anleitung zum Unglücklichsein"? Der könnte glatt ein neues Kapitel mit diesem Stoff schreiben. Besser kann man sich nicht unglücklich machen, das ist schon fortgeschrittene Kunst. Man kann sich da wunderschön reinsteigern und am Ende kloppt man die Laufschuhe in die Tonne weil man ja eh sein Pensum ... siehe oben...
Allerdings - wer meine Geschichten kennt weiß, dass diese Gedankenspirale so weit nicht hergeholt ist.
Was tun? Fragt euch doch bitte mal - wer braucht ein Pensum??? Cierpinski hat eins gebraucht, der wollte die beiden Olympiamedaillen, okay. Wer sich eine bestimmte ansprechende Leistung vorgenommen hat, der muss sich ebenfalls kümmern. Aber wir als Freizeitläufer, die die frische Luft genießen oder eine Weile nicht so aktiv waren? Wer verpflichtet uns wozu? Niemand zu nichts!
Was sage ich meiner Kollegin nun? Rein in die Klamotten und raus! Winke den Nachbarn hinter der Fensterscheibe freundlich zu! Nimm von deinen Laufstrecken die kürzeste! Vergiss die Uhr oder irgendwelchen Pulsmess-Kilometerzähl-Quatsch! Laufe los, so langsam du kannst! Genieße die frische Luft, spüre, wie sich der Körper mit Sauerstoff vollsaugt! Langsam wird die Muskulatur warm und du kommst in den Spaßbereich. Vielleicht läufst du später unbewusst sogar ein bisschen schneller. Irgendwann ist deine kleine Runde zu Ende. Freue dich einfach drüber, dass dir der Start gelungen ist und lasse den Stolz darüber auch zu! Du hast allen Grund, denn jetzt gehörst du wieder dazu ;-)
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