Sonntag, 25. juli 2010 7 25 /07 /2010 21:35

Hier nun mein Bericht über unser Wochenende in Füssen. Wir sind schon am Freitagmorgen losgedüst in Richtung Süden. Immerhin lagen 420 Kilometer vor uns. Leider hielt sich das Wetter exakt an die Prognose. Da, wo man eigentlich die Berge sehen sollte, zogen nur Wolken in der Gegend herum. Es begann es in Strömen zu schütten und sollte bis Samstag spätabend nicht wieder aufhören. Also war der Schirm unser ständiger Begleiter, doch damit konnten wir angesichts der wunderschönen Altstadt von Füssen gut leben. 

Wir haben einfach das Beste draus gemacht, haben uns alles angesehen und auch gleich die Startunterlagen abgeholt. Dort gab es auch die erste Überraschung: Anstelle der üblichen Probepackung irgendeines Wunder-Lauftrunks gab es zwei große Stücken bayerischen Käses, den eine Sennerei gesponsert hatte! Eine tolle Idee, nur zum Glück war es kühl im Zelt. Ich habe mir die armen Helferinnen schon bei 35 Grad vorstellt, ich glaube das hätten die nicht ausgehalten bei dem Gemüffel! Aber geschmeckt hat er! Den Freitag beendeten wir übrigens noch mit einem „Kirchen-Marathon“. Zufällig fand nämlich die „Nacht der offenen Kirchen“ an diesem Abend statt. In jeder Kirche war irgendetwas los und so konnten wir praktisch nebenbei noch vier schöne Kirchen an diesem Abend in Augenschein nehmen. Warum auch nicht, wenn mal schon mal in Bayern ist. 

Der Samstag war wettertechnisch genauso ein Ausfall wie der Freitag. Also suchten wir nach „Indoor-Erlebnissen“ und fanden die auch in der Königs-Therme in Schwangau. Übrigens eine ganz tolle Einrichtung: Von jedem Becken aus Blick auf Schloss Neuschwanstein! Selbst in jeder Sauna war ein Fenster mit Blick auf das Gebirgspanorama eingelassen! Ein ganzer Tag Erholung und Entspannung sollte es werden. Allerdings hatten geschätzte hunderttausend verhinderte Wanderer die gleiche Idee, so wurde es doch ziemlich eng. Aber gelohnt hat es sich allemal. Abends dann fand in Füssen der erste Teil des Laufwochenendes statt – ein 10 km-Lauf und ein Halbmarathon. Leider bei immer noch schlechtem Wetter und auch „nur“ auf einem mehrfach zu laufenden Rundkurs durch die Stadt. Dafür  war ich nicht hergekommen und so schloss ich in dieser Zeit lieber meine professionelle Marathonvorbereitung bei Schnitzel und „König Ludwig Dunkel“ ab. 

Einen Lichtblick gab es trotz Dunkelheit am späten Abend noch: Es hörte auf zu regnen! Heute morgen führte mein erster Gang vor die Tür. Immer noch dicke Wolken überall, aber es regnete nicht! Kühl war es auch, so um die zehn Grad. Es roch nach perfektem Laufwetter! Also die entsprechenden Klamotten gesucht, gefrühstückt und Punkt sieben Uhr brachte mich Manu zum Start. Der frühe Start um 07.30 Uhr hatte auf jeden Fall seinen Sinn. Eine Woche vorher wäre das die Voraussetzung für einen halbwegs hitzekollerfreien Lauf gewesen. Aber heute war alles optimal. Ungefähr 600 Läufer und einige Staffeln waren am Start.
 

Ab ging es zunächst Richtung Norden. Einmal rund um den Hopfensee war die erste Herausforderung. Auf dem Weg dahin ging es an Wiesen und Weiden vorbei. Ungläubig schauten die Rindviecher dem bunten Läufervolk hinterher, das beim Wiederkäuen störte. Sambagruppen waren auch keine zu hören, dafür das Gebimmel der Kuhglocken. Bayern-Romantik erster Teil. Die starken Regenfälle hatten den Ufern am Hopfensee ziemlich zugesetzt. Schon nach Kilometer vier stand der Weg das erste Mal komplett unter Wasser – komplett hieß knöcheltief auf eine Länge von ungefähr zehn Metern. Kein Entrinnen möglich, ab hier hatten ALLE nasse Füße! Wehe dem, der keine passenden Socken und Schuhe hatte! Ich hatte zum Glück keine Probleme damit. Diese Übung wiederholte sich nach Kilometer neun nochmal, diesmal noch schlimmer, auf ca. dreißig Metern und noch tiefer schwamm Läufer über den Weg! Langsam rechnete ich damit, dass man gleich Fahrräder ausgeben würde. So wäre ich zu meinem ersten Triathlon gekommen. 

heute-016.JPGEntschädigt wurde ich kurze Zeit später. Ab ca. Kilometer zehn hatte man das komplette Panorama vor Augen und lief von da an darauf zu! Langsam hoben sich auch die Wolken und gaben den Blick auf die Berge frei! Zurück in Füssen, ging es entlang des Forggensees und bald war die Hälfte geschafft. Vom Tempo her war ich wider Erwarten ganz gut dabei. Ich habe den Lauf ohne wirkliche Vorbereitung, praktisch aus der „Alltagsform“ heraus gemacht und hatte mir kein besonderes Zeitziel gestellt. Genießen und Ankommen, war die Devise. Die Gruppe mit dem 4:30 h-Pacemaker war mir am Anfang zu langsam. Ich ließ sie schon am Start hinter mir. Wenn ich langsamer werden würde, könnte ich später immer noch versuchen, mich ihnen anzuschließen. Aber es lief ganz flüssig, immer entlang des Seeufers und langsam näherte ich mich Kilometer 30 und damit dem perfekten Blick zu den Schlössern. Einfach wundervoll! Die herrliche Sicht lenkte unwahrscheinlich von der Strecke ab. Wer es hier eilig hatte, war selber schuld! 

heute-017.JPGWeiter ging es entlang der Felsen und später auch über den Parkplatz am Schloss Hohenschwangau. Ich sah den Riesenansturm von Besuchern und es war ein schönes Gefühl, durch die abgesperrte Gasse mittendurch zu laufen. Die vielen Anfeuerungen lockerten die Muskeln für die letzten Kilometer. Sieben Kilometer vor Schluss deutete die Uhr gar auf eine Zeit unter 4:30 hin! Natürlich erwachte sofort der Ehrgeiz. Allerdings haben sich die Veranstalter noch einige überraschende Bösartigkeiten auf den letzten drei Kilometern einfallen lassen. Eine Berg- und Tal-Bahn wartete auf die müden Beine, kurze An- und Abstiege, so heftig, wie  es sie den ganzen Lauf über nicht gegeben hatte! Die 4:30 h gerieten echt noch in Gefahr! heute-018.JPG

Doch da kam praktische Hilfe in Gestalt des 4:30-Pacemakers (er hieß übrigens Peter Orth, wie ich dann herausfand). Mutterseelenallein kam er angelaufen, niemand von der Gruppe war mehr bei ihm. Er meinte nur „Komm mit mir, da bleibt du locker in der Zeit“. Ich ließ mich gern von ihm ziehen und so schafften wir die letzten beiden Kilometer nochmal recht flott. Auf der Zielgerade gab es dann übrigens auch noch die echten Sambatrommeln! Tatsächlich blieb die Uhr noch unter der 4:30er Marke stehen! Mir war geholfen und Peter konnte seinen Pacemaker-Job auch erfolgreich beenden. Ich bedankte mich bei meinem „Zugpferd“ und wir waren beide zufrieden. Eigentlich wollte ich ja nur ankommen… 

STH73857.JPGFazit für euch: Wenn ihr es auf die Reihe bekommt, mitten im Hochsommer mal einen Marathon zu laufen, dann nehmt diesen! Er ist vom Profil her nicht kompliziert und lässt sich schön laufen. Die Landschaft entschädigt für alle Anstrengungen! Für mich war es wahrscheinlich die schönste Marathonstrecke, die ich bis jetzt gelaufen bin!        

von Laufwunder
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Donnerstag, 22. juli 2010 4 22 /07 /2010 21:31

Jetzt wird es aber Zeit, sich mal wieder hier zu melden. Die Hitze provoziert eine dermaßen große Faulheit, die sich sogar hier niederschlägt.

 Die erste Entdeckung war unser Urlaub auf Mallorca. Wider Erwarten wurden die zwei Wochen nicht durchgängig begleitet von grölenden Ballermännern. So sahen zumindest meine Vorurteile aus, über Jahre wohlgenährt. Die musste ich schweren Herzens aufgeben angesichts eines ruhigen Städtchens im Osten der Insel und den herrlichen Bergen und den schönen Stränden drum herum. Wir haben die Insel mit dem Auto erforscht und keine Sehenswürdigkeit ausgelassen. Also – Daumen hoch für Malle, wobei ich da wahrscheinlich eher im Frühjahr oder Herbst hinfahren würde beim nächsten Mal. Bei der Hitze im Sommer beschränken sich die Aktivitäten doch sehr. Meinen täglichen kleinen Lauf habe ich zwischen sieben und acht Uhr morgens gemacht, da ging es noch, wärmetechnisch sozusagen. Das Aufstehen war sowieso kein Problem angesichts eines verzogenen Kleinkindes im Nachbarzimmer, das spätestens 06.30 Uhr zu kreischen begann. Ich habe es eben positiv gesehen, zum Ausruhen war ja der Rest des Tages noch da. Und ausgeruht haben wir uns reichlich, ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, mal drei Bücher hintereinander gelesen zu haben. 

DSC00197.jpgWieder zu Hause, sorgte die Gluthitze für eher schlaffe Tage, auch fürs Laufen. So richtig kam ich nicht aus dem Knick. Deshalb habe ich vergangenen Sonntag eine größere Tour gemacht, auch mit Blick auf den Marathon in Füssen. Bereits 07.30 Uhr war ich im Wald rund um Goldlauter, da schlief das ganze Dörfchen noch. Ich wollte einen Weg Richtung Rennsteig nehmen, den ich vor Jahren einmal gefunden hatte und seitdem nicht wieder gelaufen bin. Leider habe ich einen falschen Abzweig genommen und von da an wurde auch dieser Lauf zu einer Entdeckungstour. Nach einer ca. einen Kilometer langen „Rampe“ von ca. 15 % Anstieg zweigten immer neue Wege ab. Bis dahin dachte ich, ich kenne mich gut aus, aber das war nur sehr grob, wie ich feststellen musste. Ich hielt mich dann an die Wegweiser und entdeckte noch einen herrlichen Aussichtspunkt am Goldlauter Berg. Auch einen Picknickplatz gab es dort! Also hier muss ich irgendwann mal zum Sonnenuntergang hin – einfach romantisch und abgeschieden, dieses Plätzchen! DSC00198.jpg

Kurz danach stand ich am Borstenplatz auf dem Rennsteig. Der Rennsteigläufer kennt den Platz kurz vor dem Mordfleck, wo der Herbert-Roth-Stein steht. Eigentlich war mir nun die Strecke völlig egal und ich beschloss, einen Trial draus zu machen. Also musste auch der Fichtenkopf noch dran glauben – über Stock und Wurzeln immer entlang des Gipfelweges. Diesem Weg mit dem roten Dreieck folgte ich dann über die Schmücke, über einen kleinen Schlenker hinauf auf den Schneekopf. Nun war es gegen zehn Uhr und die ersten Wanderer tauchten auf. Ich war zweieinhalb Stunden unterwegs und hatte schon ein wahnsinniges Höhenprofil in den Beinen. Also ging es von nun an zurück nach Hause. Schnurstracks über die Suhler Hütte hinab nach Goldlauter gab ich Vollgas bergab und schaffte die Strecke in einer guten Dreiviertelstunde. Irgendwie anders als geplant, aber mit ganz neuen Bildern im Kopf kam ich zu Hause an. Allerdings war ich auch ziemlich platt. Kein Wunder denn die Addition ergab gut 1000 Höhenmeter an diesem Vormittag.

Morgen geht es nun nach Füssen zum Königschlösser-Marathon. Das Wetter soll etwas kühler werden. Auch nicht schlecht. Hauptsache, die Sicht ist einigermaßen, ich möchte die schöne Gegend genießen und mich nebenbei für die Läufe des Herbstes einrollen. Ich sage euch, wie es ausgegangen ist.

von Laufwunder
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Mittwoch, 23. juni 2010 3 23 /06 /2010 19:59

Sooo jetzt lest ihr mich die nächsten zwei Wochen nicht hier. Morgen früh gehts ab in den Urlaub - das erste mal Malle. Schaumer mal, ob sich meine lang gepflegten Vorurteile bestätigen oder ob die Leute doch recht haben, die gern da hin fliegen. Ich bin gespannt. Auf jeden Fall werde ich schön laufen gehen, wahrscheinlich morgens in aller Stille und nicht so lange. Vielleicht starte ich auch mal wieder eine kleine Serie, wer weiß?

Euch allen auf jeden Fall auch eine schöne Ferienzeit, wo immer ihr sie verbringt! Bis später!

von Laufwunder
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Sonntag, 20. juni 2010 7 20 /06 /2010 21:45

Mitte Mai ist Rennsteiglauf! Und Mitte Juni ist Rennsteig-Staffellauf! Dank Petras Initiative, die in der Silvesternacht den Sekt warm werden ließ, um im Internet einen Startplatz zu erkämpfen, gab es auch in diesem Jahr wieder das Rennsteiglauf-Forum-Team. Nach dem urlaubsbedingten Aussetzer 2009 konnte ich diesmal wieder dabei sein. Die Tage vorher sind schon genauso spannend wie das Rennen selbst. E-Mails mit Telefonnummern, geschätzten Laufzeiten und dem berechneten Zeitplan für die Wechselstellen wurden ausgetauscht. Erste Teamarbeit war auch schon im Vorfeld gefragt: Katrin fiel wegen Krankheit aus! Jörg animierte kurzfristig einen Kollegen zum Mitmachen und Martin war mehr als Ersatz auf der fünften Etappe! Dazu später mehr.

 

„Mein“ Abschnitt war die vierte Etappe zwischen Neuhaus und Masserberg. Normalerweise ist sie in Masserberg nach dem Abstieg von der Rennsteigwarte zu Ende. In diesem Jahr wurde der Platz dort allerdings für die gleichzeitig stattfindende Thüringen-Radrundfahrt gebraucht und so verlängerte sich meine Strecke um drei Kilometer auf 21,5 km bis hin zur Schwalbenhauptwiese. Elf Uhr, so lauteten die Schätzungen, sollte ich in Neuhaus Stein und Chip von Vroni übernehmen. Sicherheitshalber sah ich nochmal auf die geplanten Zeiten. Ich kenne den Effekt, dass sich alle mit Prognosen zurückhalten und ihre geplante Kilometerzeit länger angeben, als sie dann wirklich laufen. Zumindest bei Nora hatte ich auch den Eindruck, dass sie auf Nummer sicher gehen wollte, denn unser kleines Wiesel mit 06:30er Kilometern? Kurz vor acht Uhr rief ich sie sicherheitshalber an und siehe da – sie war fast eine halbe Stunde schneller als geplant! Das hieß für Manu und mich, schnell ins Auto und ab nach Neuhaus. Falls sich bei Petra und Vroni der Geschwindigkeitsrausch fortsetzen würde, wollte ich unbedingt pünktlich sein.

 

In Neuhaus war schon fleißiges Getümmel rund um die Wechselstelle. Zum Glück fanden wir Nora, Petra, Rainer und Karsten ohne Probleme. Auch Petra hatte schon ihre Etappe in einer Superzeit geschafft! Nach der herzlichen Begrüßung ging es auch gleich ans Eingemachte. Angela, unsere tapfere Radbegleiterin, traf ein und verschnaufte kurz. heute-206.JPGSie war immerhin zu diesem Zeitpunkt schon über 50 km gefahren und seit Blankenstein dabei!  

 

heute-207klein.jpgWenig später trudelte Vroni ein und ab ging die Post für mich. Es war tierisch kalt – so um die sieben Grad – Schafskälte eben. Aber zum Glück auch trocken und das leichte Gefälle am Anfang der Etappe war perfekt zum Warmlaufen. Ich hatte mir kein „Zeitpolster“ geplant, sondern wollte 6:00er Kilometer laufen im Schnitt. Bei gut 21 Kilometern und dem heftigen Geländeprofil war das gleichermaßen realistisch wie ambitioniert, wie sich herausstellte. Die Strecke verläuft ja anders als beim Rennsteiglauf hinter Neuhaus exakt auf dem Rennsteig, hat also schon vor dem Dreistromstein einen heftigen Anstieg drin, den man vom Untergrund her auch als Trail bezeichnen könnte. Angela tat mir in dieser Phase schon leid, denn da waren Stellen, wo man beim besten Willen nicht auf dem Rad bleiben konnte.

 

Aber ansonsten war die für mich neue Erfahrung mit der Radbegleitung gar nicht so schlecht. Dazu hat mich natürlich auch der sportliche Ehrgeiz vorangetrieben, denn ich wollte das Beste für das Team rausholen, was ging. Und so bin ich wirklich fast durchgängig am „Anschlag“ gelaufen, oft an der Grenze zum Seitenstechen. Erstaunlicherweise ging das auch ohne Einbruch an den Anstiegen zum Dreistromstein, zum Eselsberg und auch hinter Masserberg so weiter. Die Strecken-Zugabe in diesem Jahr hielt auch den berüchtigten Hohlweg für mich bereit. Angela kündigte mich per Telefon an, denn die Wechselstelle am Triniusstein war nur noch einen knappen Kilometer entfernt und der Hohlweg war nun wirklich nicht geeignet, sich kopfüber mit dem Rad hinunterzustürzen. Also trennten wir uns dort und ich gab nochmal Gas. Anders als beim Rennsteiglauf war diesmal Platz in der „Rinne“, so dass ich ziemlich zügig über Steine und Wurzeln hinabspringen konnte.heute-215.JPG Drei Minuten vor meiner an sich knapp geplanten Zeit habe ich an Martin übergeben und war hochzufrieden.   

 

heute-218-Kopie-1.JPGAngela, nun schon 74 Kilometer in den Beinen, hatte nur wenig Zeit zum Regenerieren. Schnell etwas gegessen und von Nora die Schultern lockern lassen – dann ging es für sie weiter. Bis nach Oberhof hat sie das Team begleitet, vielen Dank an Angela für diese Leistung! An der Wechselstelle lernte ich auch kurz den Jörg aus Arnstadt kennen. Ihn kannte ich bis jetzt nur dem Namen nach aus dem Forum. Schade, dass er am Ende nicht mit nach Hörschel kommen konnte. Ich wollte ihn eigentlich über Biel ausfragen …

 

Auf jeden Fall waren Martin und Jörg dann auf der sechsten Etappe so schnell, dass wir den ins Auge gefassten „Notstart“ in Oberhof gar nicht gebraucht haben! Für mich ging es dann erst mal nach Hause. Manu hatte mich an der Schwalbenhauptwiese wieder eingefangen und so konnte ich meinen “Heimvorteil“ nutzen, gemütlich zu baden, zu essen und mich dann erst am Nachmittag auf den Weg nach Hörschel zur Party zu machen. In der Zwischenzeit flogen Elke, Jörg, Ecki und Sonja über die restlichen Etappen dem Ziel entgegen.PICT5999.JPG

 

Kurz vor 21 Uhr standen wir alle für den gemeinsamen Zieleinlauf bereit und hielten Ausschau nach Sonja. Leider kam ausgerechnet jetzt ein heftiger Regenguss herunter, nachdem es den ganzen Tag trocken geblieben war, Doch Sonja ließ uns nicht lange warten und um 20.50 Uhr war das ganze Team im Ziel! Ab mit dem Stein in die Werra und angestoßen auf diese gemeinsame Leistung! Nach dem ersten Blick auf die Ergebnisse stellte sich heraus, dass jeder von uns heute eine Bestzeit gelaufen war! Der Rest war dann natürlich Nudelessen und Feiern im Festzelt! Und wer meint, dass das gelegentliche Klopfen einem Specht zuzuschreiben war – der lag völlig daneben :-)

 

Ganz lieben Dank für diesen Tag voller Erlebnisse an meinen persönlichen Coach in Gestalt von Manu, an Petra und Elke für die Organisation, und an Nora und Klaus fürs Mitnehmen zu nachmitternächtlicher Stunde!   

von Laufwunder
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Dienstag, 15. juni 2010 2 15 /06 /2010 18:02

Die letzten Wochen waren läuferisch vor allem geprägt durch aktive Erholung, also Läufe bis maximal 15 km. Ich denke, das war auch ganz gut nach den letzten harten Wochen. Und mittlerweile gibt es auch genug fürs Auge – die Bergwiesen blühen in voller Pracht. Jetzt endlich scheint sich zumindest der Frühling durchgesetzt zu haben. Ein bisschen Abwechslung habe ich zwischenzeitlich auch in mein Programm gebracht, denn in Vorbereitung auf unseren Team-Marathon in Chemnitz habe ich doch den einen oder anderen schnelleren Trainingslauf gemacht. Im Bereich von 5:00er Kilometern und schneller treibe ich mich normalerweise nie rum. Aber warum nicht mal sowas probieren, lange Strecken stehen im Moment nicht an und die Abwechslung tat gut Es hat schon Spaß gemacht zu spüren, wie der Körper darauf „ansprang“. Das schnelle Laufen war interessanterweise überhaupt kein Problem.

 

CIMG4862.JPGDas Laufwunder der besonderen Art fand dann am 05. Juni in Chemnitz statt. Auf einem Rundkurs von 10,5… km wurde der Chemnitzer Marathon ausgetragen. Start und Ziel waren am Rathaus und aufgrund der vielen verschiedenen Wettbewerbe war die Teilnehmerzahl recht hoch und eine gute Stimmung, zumindest im Stadtzentrum. Man konnte 10 km, Halbmarathon und Marathon laufen oder eben die Distanz im Team zu viert oder gar zu acht zurücklegen. Aber so richtig hat das keinen interessiert, so hatte ich den Eindruck. Theoretisch hätte man den Zeitmess-Chip auf der Strecke auch alle 200 Meter weitergeben können. Uns war das jedoch egal.

 

Wir hatten ein Familien-Team auf die Beine gestellt und haben das „Laufwunder Sachsen/Thüringen“ vollbracht! Wenn man bedenkt, dass mein Bruder vor zwei Monaten noch nicht gewusst hat, dass er zehn Kilometer am Stück laufen kann und dass auch Tina noch ziemlich neu auf den langen Strecken ist – eine starke Leistung! Vor allem die Hitze machte uns zu schaffen. Es waren weit über 20 Grad und ich habe die Marathonläufer echt bedauert, die die Runde viermal laufen mussten. Darum hätte ich mich an diesem Tag nicht gerissen, ehrlich gesagt. Für uns war es jedenfalls genug, wir hatten trotz der Anstrengung Spaß und haben mit berechtigtem Stolz unsere Medaillen und Urkunden mitgenommen!

 

Nun gibt es nur noch einen Höhepunkt vor dem Urlaub: die Rennsteigstaffel am 19.06.! Darauf freue ich mich jetzt schon!          

von Laufwunder
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Montag, 24. mai 2010 1 24 /05 /2010 20:05

Das schöne Pfingstwetter war natürlich Laufwetter! Endlich mal warm, Sonne, kurze Hose – ein Genuss! Nach einer kleinen Runde gestern zusammen mit Manu war ich heute das erste Mal nach dem Rennsteiglauf wieder im Vessertal unterwegs. Ich war schon überrascht, wie locker die Beine gut zwei Wochen nach dem Ritt über den Kammweg schon wieder waren! Also hat sich die Zeit der relativen Zurückhaltung gelohnt. Es fühlte sich einfach schön an, wie die Beine fast von selbst liefen. Natürlich habe ich bei der Gelegenheit auch ein Laufladen-Klischee bedient und mein Rennsteig-Finisher-Shirt zur Schau gestellt, nur um das mal anzumerken, grrrrrrr. Nur die blühenden Landschaften ließen im Tal noch auf sich warten. Ich hatte schon mit bunten Wiesen gerechnet, aber die Natur ist noch nicht hinterhergekommen mit den paar sonnigen Tagen. Aber nun werde ich das wieder öfter abends prüfen und dann gibt es schöne Fotos hier J

 

Ganz nebenbei habe ich auch meinen Laufkalender auf Stand gebracht. Nächster Höhepunkt wird eine Familienstaffel zusammen mit Manu, Tina und einem ganz neuen Laufwunder, meinem Bruder nämlich, sein. Wir werden als „Laufwunder Sachsen/Thüringen“ die 42,195 Kilometer des Chemnitzer Marathons als Team-Staffel in Angriff nehmen. Und dann ist auch die Rennsteig-Staffel nicht mehr weit. Einen Marathon werde ich erst Ende Juli wieder laufen. Das wird der Romantik-Schlösser-Lauf rund um Füssen werden. Die Fotos von der Strecke versprechen dort einen schönen Landschaftslauf mitten in Bayern. Den Rest der Planung seht ihr in der Tabelle rechts. Welche Vorhaben halten euch denn so auf Trab?

von Laufwunder
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Das bin ich

  • Laufwunder
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Mein Laufkalender

So sieht das Laufjahr aus bis jetzt:

28.02. - Kristall-Lauf Merkers (30 km sollen genügen)
20.03. - Possenlauf Sondershausen
28.03. - Berliner Halbmarathon (Sprint in Berlin ;-))
10.04. - Kyffhäuser-Bergmarathon (es wird ernst...)
17.04. - Brdska Stezka in Mnisek (ECU-Lauf Nr. 1)
25.04. - Oberelbe-Marathon
08.05. - Rennsteig-Supermarathon (ECU-Lauf Nr. 2)

und weiter gehts:

05.06. - Chemnitzer Marathon (als Staffel in Familie)

19.06. - Rennsteig-Staffellauf
              (Abschnitt 4: Neuhaus-Masserberg)

25.07. - Romantik-Schlösser-Marathon Füssen

22.08. - Inselsberg-Halbmarathon

18.09. - Drei-Talsperren-Marathon Eibenstock

23.10. - Schwäbische Alb (ECU-Lauf Nr. 3) 

27.11. - Advents-Wald-Marathon Bad Arolsen

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