Overblog Alle Blogs Top-Blogs Sport
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Laufwunder

Zum Glück nicht der Marathon!

29. April 2012 , Geschrieben von Holger

Das war es wieder - unser jährliches Dresden-Wochenende rund um den Oberelbe-Lauf. Gestern schon war erkennbar, dass es auch in diesem Jahr eine Rennerei durch die Hitze werden würde. Dreißig Grad waren es noch am Stadtrand! Irgendwelche Wärmesalben, die vorige Woche noch geholfen hätten, konnten also bedenkenlos gegen Sonnencreme ausgetauscht werden. Heute morgen am Start in Pirna dann leichte Hoffnung. Ein frischer Wind wehte und die Sonne war noch nicht draußen. Trotzdem – es blieb bei der Sonnencreme. Nase, Nacken, Arme … bei diesem Lauf hatte ich schon Erfahrungen machen dürfen mit Sonnenbrand, also auch noch den Kopf mit dem Zermatt-Tuch geschützt. Das hat den Vorteil, dass es hinten auch noch den Nacken abdeckt, denn man läuft die ganze Zeit mit der Sonne im Rücken. Die Präparationen vor dem Start brauchten ihre Zeit.

Apropos Start. Angesichts von ca. 2500 Teilnehmern gab es in diesem Jahr Blockstarts! Das war eine echt nützliche Neuerung, wenn ich an das Gerammel im letzten Jahr denke. Manu und ich reihten uns also an verschiedenen Stellen ein. Es hat super funktioniert mit den Blöcken! Sofort ging die Post ab, keiner, der plötzlich nach 400 Metern stehen blieb, kein Gerangel – perfekt! Jeder war in seinem Tempo drin und konnte ungehindert laufen. Nun ist ja ein Halbmarathon entlang der Elbe streckentechnisch nicht wirklich kompliziert. Also bestand die Herausforderung bei diesem Wetter nur darin, gut durchzukommen und das heißt für mich immer „sub 2“. Die Hitze war wirklich lästig und bedeutete, Zeit an den Wasserstellen zu lassen. Zwei Becher trinken, einen auf den Kopf einen hinten ins Trikot – weiter gings. Es war ganz schön zerrig, aber ich habe ein Tempo gefunden, was mich gut über die Strecke brachte und auch die „1“ stand noch vorn.

DSC00417.JPGIch hatte dann noch Zeit, bis Manu kam und habe am Stadioneingang gewartet. Da war noch jede Menge los. Noch nach über zweieinhalb Stunden kamen Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Ich genieße es immer, wenn bei einem Lauf unterwegs Leute an der Strecke stehen und klatschen. Heute habe ich mich gefreut, mal selbst am Rand zu stehen und die anderen anzufeuern. Hat echt Spaß gemacht!

Selbst beim Sieger des Marathons, wie so oft bei diesem Wettkampf ein Pole, hat man das Lächeln im Gesicht gesehen, als er schon vor dem Stadion gefeiert wurde! Wobei der eigentlich jeden einzeln hätte abklatschen können, soviel Vorsprung hatte er! Der Kenianer, der sicher mit Siegaussichten verpflichtet worden war, hatte im zweiten Teil des Marathons auch DSC00418.JPGProbleme mit der Hitze und kam mit einer Viertelstunde Rückstand als Vierter ins Ziel! Das sagt wohl einiges über die Härte dieses Rennens aus und ich war echt froh, mich heute nicht auf den Marathon eingelassen zu haben. Manu hat sich zusammen mit Freunden auch tapfer über die Strecke gekämpft und das Finish im Stadion genossen.

Ich habe mir dann die Zeit genommen, mich im Innenraum einfach auf die Decke zu legen und dem Sprecher zuzuhören. Es war eine Wohltat, mit welcher Fairness er sowohl die Marathon-Spitzenleute als auch die Halbmarathonis, die jenseits der drei Stunden kamen, im Ziel begrüßte!

Manu und ich haben übrigens in diesem Jahr bereits das sechste Mal am Oberelbe-Lauf teilgenommen. Ich kann euch nur ermuntern: Fahrt mal da hin! Es gibt Strecken für jedermann und ihr erlebt eine wunderschöne Veranstaltung in ebensolcher Landschaft!

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
J
Sach ich doch, die Hälfte geht auch - außer beim Rennsteig halt.
Antworten
P
Herzlichen Glückwunsch an dich und Manu zum HM! Der reicht auch bei dieser Hitze...<br /> Viele liebe Grüße<br /> Petra
Antworten