Training unterirdisch
Neeee so schlimm war es dann auch nicht, ich meine eher die Location J
Obwohl mich Ramona ganz nett nach Marburg eingeladen hatte und ich wusste, dass auch Petra da laufen wollte – 281 km fahren und dann dort im Mistwetter zu laufen, das wollte ich dann doch nicht. Also hab ich mein Vorhaben umgesetzt und einen Hauch Sommer (21°) unter Tage gehabt. Merkers liegt ja nur ein Stündchen von uns entfernt und zumindest war trockenes Wetter garantiert.
Die Vorzeichen standen hervorragend für einen erfolgreichen Lauf. Donnerstag und Freitag Möbelschleppen und Samstag tapezieren beim Töchterlein. Rücken und Knie hätten eigentlich ein Wochenende auf dem Sofa gebraucht, aber irgendwie wollte ich endlich mal einen langen Lauf machen. Am Start traf ich übrigens den Tümmli, einige werden ihn aus der Rennsteig-Staffel kennen. Er war über die 10 km am Start und belegte dort einen ausgezeichneten vierten Platz!
Mein Lauf war dann weniger ambitioniert. Im Sog der Masse bin ich die ersten zwei Runden mit 5:50er Kilometern mitgerannt, blanker Unsinn. Die Strecke hat ja keinen Meter, der irgendwie gradeaus geht, nur hoch und runter. Also bin ich es dann geruhsamer angegangen und nach fünf Runden wurde es mir dann langsam doch zu blöd, immer wieder am Klo vorbeizukommen, an den gleichen Verpflegungsständen, den gleichen Stollenabschnitten … Ich weiß schon, warum ich keine Rundkurse mag! Aber hier hat eindeutig der Zweck einmal die Mittel geheiligt und ich bin brav meine dreißig Kilometer gelaufen. Aber dann hatte ich auch echt keine Lust mehr auf weitere vier Runden. Ich fand mich richtig obercool, noch relativ frisch bei der Zeitnahme rauszugehen und zu sagen „Sooooo mehr wollte ich heute nicht hier“ ;-) Man muss auch mal verzichten können. Für einen gesamten Marathon quasi im Gebirge habe ich logischerweise noch nicht die Fitness, aber das Training war echt schön! Nun also weg mit dem restlichen Schnee, ich freue mich so auf den Frühling!