Mit Garmin auf der Höhe
Leute, ich hab mir einen Riesenwunsch erfüllt! Ob es ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk oder die „Belohnung“ für ein tolles Laufjahr war – wie auch immer – seit ein paar Tagen ist es endlich mein, das elektronische Laufwunder namens Forerunner 405! Bisher hatte mich der Preis noch zurückgehalten, aber letzte Woche hat ihn Amazon für nicht mal die Hälfte des gängigen Preises abgegeben! Da gab es kein Zurück mehr und natürlich stand der sonntägliche Lauf ganz im Zeichen des Tests dieses Wunderwerkes.
Ich hatte es mit vor allem aus zwei Gründen gewünscht. Zum einen bin ich oft auf vielen verschiedenen Strecken unterwegs und will einfach wissen, wie Länge und Höhenprofil aussehen. Andererseits ist es natürlich für den Landkarten-Fan extrem spannend, die Laufstrecken zum Beispiel auf Google Earth nachzuverfolgen.Das hab ich einfach mal probiert und bin bei eisigem Wind und Minusgraden von der „Kalten Herberge“ aus Richtung Schmücke aufgebrochen.
In Suhl selbst sah es nach Invers-Wetterlage aus, der Hochdruck hielt die Wolken in den Tälern und so erwartete ich auch auf der Höhe bestes Fotowetter. Leider vergeblich, wie sich herausstellen sollte. Ich nahm nicht den direkten Weg zur Schmücke, sondern lief über den Fichtenkopf als kleine Trail-Einlage. Dort war der Boden zum Glück schon knüppelhart gefroren, sonst hätte ich bis zu den Waden im Schlamm gestanden. Schnee lag auch schon. Mit der Sicht war es nicht weit her. Der Wind blies ständig fette Wolken über den Kamm und ich verweilte einen Moment in der Hoffnung, doch noch einen Blick zu erhaschen. Aber es waren immer nur Sekundenbruchteile, in denen etwas zu sehen war und so setzte ich meinen Weg fort, ehe ich da oben angefroren wäre. Über die Suhler Hütte nahm ich dann den „richtigen“ Rennsteig zurück und nur die Kälte hielt mich davon ab, auch den Finsterberg noch zu besuchen.
Zurück an der „Kalten Herberge“ schien wieder die Sonne und nichts deutete darauf hin, dass es drei Kilometer weiter wesentlich unangenehmer war. Die Runde im Vessertal wäre sicher die schönere Lösung gewesen, wenn da nicht der Garmin-Testlauf gewesen wäre. Also, die Streckenlänge hatte ich geschätzt auf ca. 12 km – Garmin hatte 12,67 km ermittelt. So schlecht war ich also gar nicht ;-) Zu Hause hab ich dann schnell die Strecke mal hochgeladen, das hat einwandfrei geklappt. Nun stehen die nächsten Tests an, mal sehen, wie das geht, wenn man eine Strecke lädt und danach laufen will.
Leider blockiert mich im Moment wieder ein Kühlakku – Zahnteufel Teil 2. Ich hoffe nur, dass ich wenigstens am Freitag nach Bad Blankenburg zur Jahresversammlung des Rennsteiglauf-Vereins fahren kann. Dort zu laufen hab ich mir schon fast abgeschminkt, aber ich hoffe, es kommen wenigstens viele Leute, die ich lange nicht gesehen habe. Drückt mir die Daumen!