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Laufwunder

Aufgeholtes

21. Juli 2011 , Geschrieben von Holger

Irgendwie ist mir das Laufwunder hier ein bisschen ins Hintertreffen geraten. Es ist so viel passiert inzwischen und ich habe Nachholbedarf, merke ich. Also will ich kurz die Rennsteigstaffel und den Schneekopflauf zusammenfassen, denn für meinen Bericht über Zermatt brauche ich ein bisschen mehr Zeit. Das war so ein tolles Erlebnis, das will ich euch ausführlicher beschreiben. Ich gelobe Besserung...

PICT4936.JPGDer Staffellauf, nun schon ein paar Wochen her, war wieder ein echter Knaller. Im Team die üblichen Verdächtigen, ich sage nur Schlawiner, Schleicher, Ecki, Jörg, Nora, Petra und Vroni. Neu dabei war diesmal Sabine, die der Schlussetappe und damit einer tollen Leistung das Sahnehäubchen aufsetzen durfte. Ich war diesmal auf der dritten Etappe unterwegs und stieg langsam aber stetig nach Neuhaus hoch, wo der Herr Schleicher schon wartete. Ich lief durchgehend „am Anschlag“ und war zufrieden, aber alle guten Leistungen an diesem Tag verblassten hinter der von Angela!

Man stelle sich vor: Morgens fünf Uhr ist das kleine Energiebündel die erste harte Etappe über 17 Kilometer DSC02368.JPGgelaufen, hat in Grumbach an Nora übergeben und ist ab da die „restlichen“ 150 km über Stock und Stein als Radbegleitung nach Hörschel gefahren! Gemeinsam mit uns warf sie den tradtitionellen Stein in die Werra. Und das, obwohl sie im letzten Jahr eine längere Pause einlegen musste und noch nicht genau wusste, was sie körperlich durchstehen würde. Wenn ich in noch einigermaßen gelenkig wäre – ich würde mich vor dieser Leistung verneigen, bis die Nase auf den Boden aufschlägt! Nebenbei kam mir so der Gedanke, dass es doch ein Ziel sein könnte, einmal alle Etappen der Staffel gelaufen zu sein. Drei, vier und fünf kenne ich schon, also Futter genug für die nächsten sieben Jahre
J

Am 2. Juli, vor der Fahrt nach Zermatt, hatte ich dann noch Lust auf einen kleinen Knaller so zum Training. Also habe ich mich mittags entschlossen, doch schnell nach Schmiedefeld zum Schneekopf-Lauf zu fahren. Es war schön kühl und das harte Profil war gut zur Einstimmung auf die „richtigen“ Berge. Obwohl nachmittags 16 Uhr normalerweise überhaupt nicht die Zeit ist, in der ich Leistung bringe, lief es doch ganz gut. Ich habe einfach von Anfang an die Sau rausgelassen und wollte mal sehen, was geht.

Ab dem Finsterberg-Anstieg hat mich auch keiner mehr überholt und danach war ich dran, alles einzusammeln, was ich bis zum Schneekopf getroffen habe. Es hat riesigen Spaß gemacht! Um noch einigermaßen auf Kilometer zu kommen, habe ich dann auch den Rückweg laufenderweise über die Suhler Hütte hinab nach Goldlauter zurückgelegt. Dort begann es heftig zu regnen und ich ließ mich von Manu mit dem Auto einfangen. Damit stand auch die Vorbereitung für den Kracher in den Alpen.         

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