100 x Dauerlauf-Wunder
So schnell kann das also gehen. Am 29. September 2009 bin ich einfach mal losgelaufen und habe tatsächlich nicht aufgehört bis jetzt J
Ich hatte versprochen, nicht früher etwas dazu zu sagen, denn meine Vorbehalte waren doch eher groß. Was kann ich also nach hundert Tagen feststellen? Erstens, es ist machbar. Das hätte ich eigentlich nicht für möglich gehalten, aber es ist mir wirklich gelungen, jeden Tag mindestens eine Viertelstunde zu finden, um ein Stück zu laufen. Der Beginn Ende September war zwar zufällig gewählt, ist aber im Nachhinein betrachtet, goldrichtig gewesen. So kam gar nicht erst der Gedanke auf, in der dunklen Jahreszeit in die Kältestarre zu verfallen. Das ist wirklich neu für mich.
Weitere Erkenntnisse? Na klar, also: Laufen kann man bei jedem Wetter. Eine Quälerei war es zu keiner Zeit, obwohl der Körper mal so und mal so drauf ist. Das Wissen, dass es keinen Zwang gibt, dass notfalls ja eine Viertelstunde reicht, nahm mir den Druck, vor dem ich eigentlich Bedenken hatte. Und langsam kam auch die Freude dazu, von der regelmäßigen frischen Luft ganz zu schweigen. Körperlich merke ich den Effekt in einer wesentlich stabileren Grundkondition. Ich kann beispielweise jetzt jederzeit einen schnellen 10 km-Lauf (5:00 min/km) machen. Das habe ich mehrfach getestet, nur so aus Spaß. Früher ging das um diese Jahreszeit nicht. Ich erhoffe mir davon ganz nebenbei eine bessere Ausgangsposition für die langen Läufe im Frühjahr. Leider fand der heutige kleine Jubiläumslauf wieder bei zehn Grad minus und auf dunkler, vereister Strecke statt. Das hätte ich mir schon angenehmer vorstellen können. Wie begeht ihr eigentlich diese kleinen Jahrestage?